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Prignitz Freiheit rockte den Schlosspark
Lokales Prignitz Freiheit rockte den Schlosspark
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20:01 06.09.2015
Da gingen die Arme hoch: Frontmann Tim Wilhelm lockt das Publikum mit seinem Charme aus der Reserve. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Mit „SOS“ starteten die fünf Musiker der Münchener Freiheit am Sonnabend ins Konzert im Meyenburger Schlosspark. Eingeladen hatte das Meyenburger Möbelwerk, das am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen feierte. Ein Notruf war aber sicher nicht nötig: Nach zwei, drei Songs hatte es Frontmann Tim Wilhelm geschafft, das meist eher zurückhaltende Prignitzer Publikum aufzutauen. Hunderte Arme gingen in die Luft, in den ersten Reihen sangen die vor allem weiblichen Fans laut mit. Gut 1000 Zuschauer aus der halben Prignitz hatten sich zum kostenlosen Konzert eingefunden.

Kein Wunder: Der Sänger mit der klaren Stimme, der 2012 das Original Stefan Zauner ablöste, hat das Zeug zum Rockstar. Die blonde Mähne weht im Wind, wenn er sich auf der Bühne produziert. Der Mann hat Sexappeal und Schwiegermutterqualitäten zugleich. Und weil er augenscheinlich mit viel Spaß bei der Arbeit ist, nimmt ihm jeder ab, dass er es ernst meint, wenn er singt: „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ oder „So heiß, dass alles verbrennt“. Neben den vielen alten Hits gab die Band auch neue Songs zum Besten. Die Hits aus den 80er und 90er Jahren bringen vor allem viel Romantik mit, zeichnen sich durch den unverwechselbaren „Freiheit-Sound“ aus, bei dem Alex Grünwald am Keyboard für den entsprechenden Klangteppich sorgt, während der unverwechselbare Satzgesang die eingängigen Melodien der Songs butterweich ins Ohr und natürlich ins Herz gehen lässt. Vor allem Liebeslieder haben ja die musikalische Geschichte der Band geprägt.

Richtig rockig kann es aber auch werden, wenn Gitarrist Aron Strobel, unterstützt von Bassist Michael Kunzi, die Saiten klirren lässt, während Drummer Renard Henry Hatzke wild in die Felle haut. Zum Beispiel bei ihrer neuen Single „So wie du“, die die Band in Meyenburg präsentierte. Dazu lassen die „Münchener“ auch gern mal die Haare fliegen. Das Album dazu erscheint jetzt. Mit ganz viel Gefühl und Wärme geht es dann sehr melancholisch weiter mit „Tausend Augen“, um dann wieder mitzureißen beim altbekannten Hit „So heiß, dass alles verbrennt“. Ein Auf und Ab der Gefühle – eins zu eins wie in den Liedern der Münchener Freiheit.

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Frontmann Tim Wilhelm schafft es mit Charme und Entertainerqualitäten, die Zuschauer in Meyenburg zu begeistern. Foto: Beate Vogel

Dass die renommierte Band vor „nur“ gut 1000 Zuschauern auftrat, spielte für Sänger Tim Wilhelm keine Rolle: „Das ist hier ein wunderschöner Park, ein Paradies“, rief er den Zuschauern von der Bühne entgegen. „Das Anwesen mit Schloss und Park ist ein totaler Traum“, sagte Wilhelm kurz vor dem Konzert im Gespräch mit der MAZ. „Die Größe des Publikums ist da überhaupt nicht entscheidend, sondern die Stimmung“, so der Sänger. Die Bandmitglieder freuten sich laut Wilhelm, in Meyenburg spielen zu dürfen. Er selbst sei extra mit dem eigenen Auto angereist, um die Region noch erkunden zu können.

Rund ums Konzert, das natürlich der Höhepunkt beim Familienfest zum 25-jährigen Bestehen des Meyenburger Möbelwerkes war, gab es am Nachmittag im Schlosspark noch allerlei Belustigungen für Kinder und Erwachsene. So konnten sich die jüngeren Gäste beim Aquazorbing ausprobieren: In einem mit Luft gefüllten Folienball rollten sie in einem überdimensionalen Planschbecken übers Wasser. Das Möbelwerk, das mit einem Infostand über die Ausbildungsmöglichkeiten im Betrieb präsent war, lud die Besucher außerdem zum Luftballonwettbewerb ein, an dem sich auch viele beteiligten. Am Hotel Germania feierten später die Mitarbeiter des Betriebes unter sich das Betriebsjubiläum. Dort waren Festzelte und ein großes Buffet aufgebaut. Am Abend gab es dann zu Musikbegleitung für alle noch ein barockes Höhenfeuerwerk.

Von Beate Vogel

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