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Ein Dorf sieht rot

Freiwillige Feuerwehr in Sarnow feiert im Juni den 100. Geburtstag Ein Dorf sieht rot

Mit großen Schritten nähern sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sarnow (Stadt Pritzwalk) dem 100-jährigen Bestehen: Am Freitag, dem 27. Juni, feiern die Brandschützer mit ihren Gästen ab 19 Uhr diesen Geburtstag zunächst im Rahmen einer Festveranstaltung. Einen Tag später sieht das ganze Dorf buchstäblich rot.

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sarnow feiern im Juni den 100. Geburtstag ihrer Wehr.

Quelle: Christamaria Ruch

Sarnow. Zeitgleich bildet Sarnow die Kulisse für den Stadtjugendfeuerwehrtag Pritzwalk.

"Alte Dokumente von unseren Vorfahren in der Feuerwehr sind leider nicht mehr vorhanden. Aus diesem Grund liegt auch das genaue Gründungsdatum der Wehr im Dunkeln", sagt Eckhard Jach. Seit 20 Jahren steht er als Ortswehrleiter an der Spitze der Blauröcke in Sarnow. Erst ab den 1930er Jahren beginnt nach mündlichen Überlieferungen die Chronik des Sarnower Brandschutzes. Ab dieser Zeit hielt Ferdinand Lühe als Wehrführer die Fäden der Einsatzkräfte in der Hand. Fritz Ortlieb übernahm dann in den 1950er Jahren den Staffelstab und reichte diesen mehr als 30 Jahre später an Wolfgang Buchholz weiter. Seit 1994 lenkt Eckhard Jach nun die Einsätze der Feuerwehr. Der 63-Jährige trat im Alter von 18 Jahren in die Feuerwehr ein und ist somit seit 45 Jahren dabei.

Neben 24 aktiven Männern gehören auch neun aktive Frauen derzeit zur Feuerwehr in Sarnow. Hinzu kommen drei Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Jugendwartin Kerstin Schröder betreut seit fünf Jahren den Nachwuchs in den Altersklassen I und II. Sieben Mädchen und Jungen reihen sich dort mit ein. Seit zehn Jahren rücken die Brandschützer mit einem Mannschaftstransportwagen (MTW) zu Einsätzen aus. "Wir können mit Stolz behaupten, dass wir ein nahezu brandfreies Dorf sind", sagt Eckhard Jach. Die größten Aufregungen galten zu früheren Zeiten dem Löschen von Böschungsbränden. Entlang der Bahnstrecke bei Sarnow traten diese etwa bei den Dampfloktreffen auf.

Allerdings erinnert sich Jach noch genau an das vergangene Jahr: "Vor dem Karfreitagsgottesdienst entzündete sich eine Kabeltrommel in der Dorfkirche und löste einen Schwelbrand aus. Eine komplett verrußte Inneneinrichtung war die Folge." Wenn es zu Einsätzen kommt, rücken die Brandschützer zumeist in Staffelstärke mit sechs Aktiven aus. "Wir haben den Vorteil, dass drei Hauptlandwirte in der Feuerwehr und damit vor Ort sind", so Eckhard Jach. Andere Brandschützer können wegen der auswärtigen Arbeitsplätze nur bedingt mit ausrücken.

Bereits seit Februar dieses Jahres bereiten einige Frauen aus Sarnow das Jubiläum mit vor. Alle zwei Wochen treffen sie sich in der ehemaligen Schule des Ortes. Festschmuck und weitere Überraschungen entstehen auf diese Weise. Am Donnerstag begannen sie etwa, die Jubiläumszahl 100 mit Buchsbaum zu verzieren.

Von Christamaria Ruch

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