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Prignitz Freiwilligendienste als eine Chance für alle
Lokales Prignitz Freiwilligendienste als eine Chance für alle
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17:17 11.10.2017
Mit einer Infotour will Steffen Göths von der Fachstelle Freiwilligendienste mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Perleberg

Bundesfreiwilligendienst, Soziales oder Ökologisches Jahr: Freiwilligendienste stehen prinzipiell allen Menschen in Deutschland offen, dennoch ist der Anteil an Geflüchteten unter den Freiwilligen recht gering. „Wir gehen davon aus, dass die Informationen über diese Möglichkeit die eigentlichen Zielgruppen noch nicht gut genug erreicht haben“, schätzt Steffen Göths, Referent der Fachstelle Freiwilligendienste mit Geflüchteten beim Landesjugendring Brandenburg, die Situation ein. Seit 2016 beschäftigt er sich mit dieser Thematik und reist nun mit einer Infotour durch mehrere Städte innerhalb von Brandenburg. Am Dienstagabend referierte er in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Perleberg. „Freiwilligendienste gibt es in dieser Form nur in wenigen Ländern und deshalb ist hier mehr Aufklärung darüber notwendig“, meint Steffen Göths.

Viele Vorteile im Freiwilligendienst

Umso wichtiger ist es vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dabei richtet er sich an Ehrenamtliche und beruflich in der Geflüchtetenhilfe Tätige sowie auch direkt an Geflüchtete selbst. „Viele wissen es einfach nicht, dass es diese Möglichkeit gibt“, meint der Referent. „In meinen Vorträgen möchte ich die Grundgedanken der Freiwilligendienste und die rechtlichen Rahmenbedingungen den Interessierten näher bringen.“ Zudem wird regionalspezifisch auf die Trägerstrukturen vor Ort hingewiesen, damit an einem Freiwilligendienst Interessierte die richtigen Anlaufstellen finden. Seiner Meinung nach bringen diese Dienste viel mit sich: Man lernt die Sprache, sammelt Berufserfahrung auf dem Arbeitsmarkt, entdeckt eventuell neue eigene Talente und bildet sich selbst weiter. Außerdem gibt es ein kleines Taschengeld und am Ende des Jahres ein Arbeitszeugnis ausgestellt. Dieser Einblick in die Arbeitswelt kann auch einen späteren Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

Wunsch mehr Geflüchteten die Freiwilligendienste nahezubringen

Doch es ist gar nicht immer so einfach eine passende Stelle zu finden. Zunächst sollte sich für einen Bereich entscheiden und im Anschluss ein Träger gefunden werden, doch die ganze Struktur ist sehr verzweigt und nicht gerade leicht überschaubar. Dafür veranstaltete der Referent diese Veranstaltung. „Mein Ziel ist es mit der Infotour zu vermitteln, zu beraten und perspektivisch, jeden Landkreis abzudecken. Ich würde mich freuen, wenn es dadurch gelingt, mehr Geflüchteten die Freiwilligendienste nahezubringen.“ Leider war die Veranstaltung in Perleberg mit zwei Interessierten aus der öffentlichen Verwaltung nicht sehr gut besucht. Anders war es zuvor im Wittenberger Sprachcafé. Dort versammelten sich unzählige Ehrenamtler und Geflüchtete, um den Vortrag von Steffen Göths zu erleben und eventuell Rückschlüsse sowie Erfahrungen und neues Wissen daraus ziehen zu können.

Von Marcus J. Pfeiffer

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