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Prignitz Friedhofsgebühren in Kümmernitztal steigen
Lokales Prignitz Friedhofsgebühren in Kümmernitztal steigen
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02:15 19.02.2017
Der kleine Friedhof in Preddöhl hat viel Rasenfläche, die zu bewirtschaften ist. Quelle: Beate Vogel
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Buckow

Alle vier Jahre werden die Bewirtschaftungskosten für die Friedhöfe der Gemeinde Kümmernitztal (Amt Meyenburg) geprüft, die sich aus Wasserverbrauch, Grünflächenpflege und Müllentsorgung zusammensetzen. Die aktuelle Analyse zog in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Buckow eine intensive Diskussion nach sich, informierte Amtsdirektor Matthias Habermann.

Denn die Bürger müssten demnach rein rechnerisch eine extreme Gebührenerhöhung hinnehmen. Bisher werden pro Jahr und Grabstelle 14,62 Euro berechnet. „Wir sind bei den Berechnungen für die neuen Gebühren auf eine Summe von 50 Euro pro Jahr gekommen“, erklärte er. Grundlage der Kalkulation bis 2020 sind die Jahre 2013 bis 2016. Bewirtschaftet werden müssen in der „kleinsten Gemeinde Brandenburgs“, wie sie laut Habermann gern genannt werde, drei Friedhöfe. Aus Sicht des Amtsdirektors seien das rein wirtschaftlich betrachtet zwei zu viel.

Früher gab es einen Gemeindearbeiter

Mehrere Faktoren ließen die Kosten für die Friedhöfe in Kümmernitztal so extrem steigen. „Zum einen ändert sich die Begräbniskultur“, meint Amtsdirektor Habermann. Die jungen Leute zögen weg, die Nutzer werden damit immer weniger. Die anfallenden Kosten verteilen sich auf immer weniger Schultern. Zum anderen hatte Kümmernitztal in der Vergangenheit einen geförderten Gemeindearbeiter, der viel erledigte. Inzwischen sind die Arbeiten an Firmen vergeben.

Zudem lassen sich die Leute heute häufiger im Urnengrab bestatten. In der aktuellen Friedhofssatzung der Gemeinde können in einer Urnengrabstätte bis zu vier Urnen beigesetzt werden. „Dafür fällt eine Gebühr an“, erklärt der Verwaltungschef. Bei der Erdbestattung gebe es beispielsweise für Ehepaare eine Doppelgrabstelle, für die zweimal die Gebühr anfällt. „Beim Wasser kommt der Unterschied noch hin, aber Allgemeinkosten fallen für alle gleich an“, meint er.

Kommune will die Gebühren subventionieren

Die Kümmernitztaler wollen ihren Bürgern jedenfalls derart hohe Friedhofsgebühren nicht zumuten, berichtet der Amtsdirektor. „Für ältere Leute ist das viel Geld, das tut weh.“ Zum einen soll für die nächste Gemeindevertretersitzung eine Satzungsänderung vorbereitet werden, womit künftig je Urnengrabstätte zwei Urnen beigesetzt werden dürften, für die wie bei der Erdbestattung für jedes Grab eine Gebühr anfallen soll.

Diskutiert worden sei auch die Möglichkeit, dass die Gemeinde die Kosten für die Bewirtschaftung der Friedhöfe subventioniert, obwohl es bei der finanziellen Lage der Kommune nicht ganz einfach ist. „Die Gemeindevertreter sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Erhöhung von jetzt 14,62 Euro pro Grabstelle auf 24,46 Euro zumutbar sei“, erläutert Habermann. In der nächsten Sitzung wird noch einmal über das Thema Friedhofsgebühren beraten.

Von Beate Vogel

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