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Prignitz Friedhofsgebühren sollen drastisch steigen
Lokales Prignitz Friedhofsgebühren sollen drastisch steigen
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00:18 19.06.2016
Ordnungsamtsleiter Holger Schönberg (l.): „Friedhofsgebühren müssen steigen.“ Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Dass die Friedhofsgebühren drastisch erhöht werden müssen, daran führt nach Aussage von Wittstocks Ordnungsamtsleiter Holger Schönberg kein Weg dran vorbei. Das erklärte er am Mittwochabend auf der Sitzung des Ordnungsausschusses im Wittstocker Rathaus.

Die Unterhaltungskosten der 28 Friedhöfe in der Stadt und ihren Ortsteilen seien in den vergangenen Jahren explodiert. Sie könnten keineswegs durch die Einnahmen gedeckt werden.

Der Kalkulation für die Neufassung der Friedhofsgebührensatzung zugrunde lagen Rechenbeispiele aus den Jahren 2013 und 2014. Demnach hätten 2013 den Einnahmen von knapp 45 000 Euro Ausgaben von über 107 000 Euro gegenübergestanden – ein Defizit von 58 Prozent. 2014 sei das Defizit dann sogar auf 62 Prozent angestiegen.

Auch einige Ortsvorsteher verfolgten aktiv die Diskussion im Ausschuss. Quelle: Christian Bark

Mit der neuen Satzung werden die Gebühren drastisch angehoben, im Falle der Nutzungsgebühr für die Friedhofshallen sogar um fast das Vierfache von bisher 76,69 auf 290,63 Euro. „Ein solcher Schritt ist sicher für viele Leute unverständlich“, monierte Zootzens Ortsvorsteherin Irmgard Ritzmann während der Sitzung. Gerade, weil viele Trauerhallen auf den Dörfern nicht mehr im optimalen Zustand seien. Zudem gebe es auch Menschen, die die Hallen selber reinigen würden.

Auch Zempows Ortsvorsteher Frank Mögelin hielt die drastische Gebührenerhöhung für eine „Übertreibung“, wie er sagte. Auf seine Frage, ob die Erhöhung nicht zumindest gestaffelt ablaufen könnte, antwortete Holger Schönberg: „Die Nutzer haben an den bisher erhobenen Gebühren gespart.“ Dieses Geld müsse nun dringend in die ohnehin schwer zu realisierende Kostendeckung fließen.

Ortsvorsteher können sich mit einbringen

Neben der Diskussion über die Gebührensatzung wurde noch ein weiteres Problem deutlich: Die womöglich schlechte Informationslage in den Ortsvertretungen. „Ich wette die Hälfte der Ortsvorsteher weiß nicht mal, das sie sich hier aktiv beteiligen kann“, sagte Biesens Ortsvorsteher Burkhard Schultz. Zwar würden am Ende die Ausschussmitglieder entscheiden, aber so könnten zumindest Argumente aus den Dörfern gehört werden.

Biesens Ortsvorsteher Burkhard Schultz möchte mehr Infos für die Ortsvertreter. Quelle: Christian Bark

Holger Schönberg versprach, allen Ortsvorstehern die nötigen Papiere bis Ende der Woche zukommen zu lassen, damit sie auf der in der kommenden Woche stattfindenden Sitzung des Hauptausschusses sowie auf der Stadtverordnetenversammlung Anfang Juli am Entscheidungsfindungsprozess teilnehmen können. Dann werde nämlich wohl endgültig über die neue Gebührensatzung befunden.

Auch will Schönberg die Nutzungskosten für Trauerhallen zwischen Grund- und Reinigungsgebühr splitten, wonach die Leute Gelegenheit haben sollen, die Halle selbst zu reinigen. Der Ausschuss nahm die Satzungsänderungen mit besagten Änderungen an.

Kostenbeispiele der angedachten neuen Gebührensatzung


die Nutzung einer Urnengrabstätte bislang auf 20 Jahre. Nach neuer Satzung soll sie künftig 606 Euro kosten. Ein Platz in der Urnengemeinschaftsanlage wird statt 306 nun 588 Euro kosen.

Weitere Informationen unter zu Kalkulation: https://politik.wittstock.de/01/.offen/008/s-1776.html

Von Christian Bark

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