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Prignitz Frost im Norden, Schnee im Süden
Lokales Prignitz Frost im Norden, Schnee im Süden
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02:17 09.01.2016
Die Straßenmeisterei Kyritz räumte gestern die B 107 Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Je mehr man sich von Süden kommend der Dömnitzstadt näherte, desto tiefer sank die Temperatur. Bei minus 10 bis 7 Grad war es in der Nacht und am Tag wohl einfach zu kalt zum Schneien.

In den Gebieten weiter südlich und westlich hingegen lag eine geschlossene Schneedecke, die vor allem von den Fahrbahnen der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zu schieben war. „Wir haben in der Prignitz 300 Kilometer Bundesstraße und 600 Kilometer Landesstraße zu räumen“, sagte Dominik Schmidt, Regionalbereichsleiter Betriebsdienst für die Niederlassung West des Landesbetriebs für Straßenwesen. Hinzu kommen prignitzweit etwa 130 Kilometer Radwege, die außerorts ebenfalls von Mitarbeitern oder Partnern des Landesbetriebs für Straßenwesen geräumt und abgestumpft werden müssen.

Von 3 Uhr nachts bis abends 22 Uhr waren und sind jeweils 19 Mitarbeiter in zwei Schichten im Einsatz, um die Straßen wenn erforderlich, von Schnee zu befreien und ein Überfrieren mit einer Salzlauge zu verhindern. „Das lief am ersten richtigen Wintertag dieser Saison reibungslos“, schätzte Dominik Schmidt ein. Auf manchen Abschnitten war es erforderlich, zwei- oder gar mehrfach zu streuen, weil die Fahrbahnen trotz der Bemühungen der Straßenmeisterei-Mitarbeiter wieder vereist waren – das Spektrum reichte von völlig schneefreien Straßen im Norden bei Putlitz bis zu Schneehöhen von etwa zehn Zentimetern an der Grenze zum Altkreis Kyritz.

Nahezu schneefrei waren die Straßen und Wege auch in der Stadt Pritzwalk und ihren Ortsteilen. Sieben Mitarbeiter des Betriebshofs waren von 4 Uhr morgens bis etwa 7 Uhr damit beschäftigt, die etwa 50 Kilometer Straßen und Gehwege abzustumpfen, für die die Stadt Pritzwalk verantwortlich ist.

Zum Einsatz kam vor allem Kies, wie Peter Kniesel in Vertretung des Fachgebietsleiters Straßenwesen, Grünanlagen und Friedhofswesen, Bernd Raschke, sagte. „Wir wollen möglichst wenig Salz einsetzen, um die Umwelt zu schonen“, sagte Peter Kniesel. Daher liegt vor allem auf Geh- und Fußgängerüberwegen lediglich Sand. Problematisch seien vor allem die Kopfsteinpflasterstraßen. So musste zum Beispiel in der Havelberger Straße und in der Bahnhofstraße mit Streusalz gearbeitet werden, um die vereisten Steine abzustumpfen.

Den Einschätzungen der Meteorologen zufolge soll der Winter zwar nur ein kurzes Gastspiel in der Region geben, doch ist die Stadt Pritzwalk für alle Eventualitäten gerüstet. „Wir haben bereits im Sommer einen Salzvorrat eingekauft, als die Preise relativ günstig waren“, sagte Peter Kniesel. 200 Tonnen Streusalz hat die Stadt gelagert. Hinzu komme noch einmal eine gleichgroße Menge Kies. „Damit sollten wir gut über den Winter kommen und noch einen Vorrat übrig behalten“, schätzte Peter Kniesel ein.

In der gesamten Prignitz ereigneten sich bis Redaktionsschluss lediglich zwei glättebedingte Verkehrsunfälle.

Von Andreas König

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