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Fruchtwarenhandel Ciaciuch expandiert weiter

Fretzdorf Fruchtwarenhandel Ciaciuch expandiert weiter

Andrzej und Stefan Ciaciuch setzen mit ihrem Fruchtwarenhandel in Fretzdorf auf langsames, stetiges und gesundes Wachstum. Doch das vergangene Jahr wich erstmals von dieser Grundregel ab. 1,5 Millionen Euro wurden in die Expansion investiert. Ihre Herausforderung jetzt: alles neu zu strukturieren.

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Andrzej (l.) und Stefan Ciaciuch vor dem 800 Quadatmeter großen Hallenneubau in Fretzdorf.

Quelle: Christamaria Ruchn

Fretzdorf. Die neue Kühlhalle fügt sich in den vorhandenen Hallenkomplex wie ein fehlendes Puzzleteil ein. Bei der Fruchtwarenhandel Ciaciuch in Fretzdorf stehen seit März weitere 800 Quadratmeter Kühlfläche bereit. „Dadurch kann die Logistik besser abgewickelt werden“, sagt Stefan Ciaciuch. Der 42-Jährige steht seit sieben Jahren in der Unternehmensspitze und verantwortet das Tagesgeschäft. Der 66-jährige Geschäftsführer Andrzej Ciaciuch leitet die Bereiche Personal und Technik.

Das 25 Jahre alte Unternehmen setzt vom Grundsatz auf „langsames, stetiges und gesundes Wachstum“, betont Stefan Ciaciuch. Doch das vergangene Jahr wich erstmals von dieser Grundregel ab. „Wir haben 1,5 Millionen Euro investiert“, sagt Andrzej Ciaciuch.

Neben dem Neubau der Halle wuchs das Personal um weitere zwölf Mitarbeiter auf 69. Der Bürotrakt wurde umfangreich saniert, die Fuhrparkflotte vergrößert. In die im Mai vergangenen Jahres erworbene Kartoffel- und Gemüseveredlung Prignitzland in Putlitz investierte der Fruchtwarenhandel in neue Maschinen. „Somit kann Rot- und Weißkohl zu regionalem Schnittgemüse verarbeitet werden“, sagt Stefan Ciaciuch.

Schichtleiter Daniel Terrey arbeitet in der neuen Kühlhalle

Schichtleiter Daniel Terrey arbeitet in der neuen Kühlhalle.

Quelle: Christamaria Ruchn

Der Hallenneubau in Fretzdorf kostete 750 000 Euro; darunter waren 35 Prozent Fördermittel der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB). Im Sommer kommt noch eine Photovoltaikanlage auf das neue Dach. In der neuen Halle herrscht ein angenehmes Klima für die Mitarbeiter. Das liegt auch an den geräuscharmen Kühlaggregaten an der Decke. Die Eimerware bewegt sich nun auf Rollenregalen und erleichtert das Hantieren.

Die Herausforderung für die kommende Zeit: „Jetzt müssen wir uns an diese Expansion anpassen und alles neu strukturieren“, so Stefan Ciaciuch.

Derzeit stehen 596 Kunden zwischen Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Randlage Berlin an wöchentlich sechs Tagen auf der Lieferliste. Der Umsatz stieg von 2015 bis 2016 um 1,3 Millionen Euro. Im Sortiment geht der Trend zu mehr Schnittware, also fertig vorbereiteten Produkten, die Molkereipalette wächst und auch die regionale Herkunft wird zunehmend wichtiger. Im Sortiment „wird nach Kundenanforderung erweitert“, sagt Stefan Ciaciuch.

„Frische, Qualität und Service sind die Dreh- und Angelpunkte auf dem hart umkämpften Markt“, sagt er. „Wir geben uns ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten Verzögerung bei der Belieferung eines Kunden.“ In unmittelbarer Nachbarschaft des Fruchtwarenhandels bewegt sich gerade viel: „Weitere Unternehmen aus dem Gemüsebereich siedeln sich an“, sagt Andrzej Ciaciuch. Damit wird die Vermarktung am Standort Fretzdorf noch interessanter. „Wir sehen Synergieeffekte für uns, beziehen nun auch Tomaten und Paprika vor der Haustür“, sagt er.

Azubi im Bereich Großhandel gesucht

Zwölf Prozent der Mitarbeiter sind bereits seit der Ausbildung im Unternehmen. Dazu zählt auch Schichtleiter und Lagerlogistiker Daniel Terrey. Er begann dort im Jahr 2000 mit seiner Ausbildung. „Ein Mitarbeiter wird derzeit auch finanziell beim Fernstudium unterstützt“, sagt Stefan Ciaciuch. Für das neue Ausbildungsjahr ist ein Vertrag im Bereich Lagerlogistik unterzeichnet. Im Bereich Groß- und Außenhandel wird noch ein Schulabgänger gesucht. Andrzej Ciaciuch beobachtet nüchtern, „dass die Unternehmensnachfolge weit und breit ein Riesenproblem geworden ist.“ Oftmals scheuen Nachwuchskräfte seiner Meinung nach die langen Arbeitszeiten. Er hat jedoch Glück. Stefan Ciaciuch stieg vor 16 Jahren ins Unternehmen ein und wechselte vor sieben Jahren an die Spitze: „Ich liebe den Handel und den Kundenumgang.“

Von Christamaria Ruch

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