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Frühlingskonzert in der Kirche

Lindenberg Frühlingskonzert in der Kirche

Die Lindenberger Frühlingskonzerte werden immer beliebter. Vier sind in diesem Jahr geplant. Beim dritten am Sonnabend in der Kirche spielte das Palastorchester der Musikschule Perleberg. Für den Vorsitzenden des Kirchenfördervereins Gerd Thiedemann hat die Musikreihe eine erstaunliche Entwicklung genommen.

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Axel Gliesche, Geigen- und Bratschenlehrer an der Musikschule Perleberg, begeisterte mit seinem Violinenspiel.

Quelle: Celine Wegert

Lindenberg. Lindenberg ist kein gewöhnliches Dorf. Sucht man argwöhnisch nach den altbekannten Anzeichen des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Ausbleiben kulturellem Engagements, so wird man hier nicht fündig werden.

Die Kirchengemeinde sorgt für ein buntes Programm unter der Woche. Neben Yoga, Gitarrenunterricht und Kindernachmittagen ist auch das „Klönen“ beim gut besuchten Frauenfrühstück fester Bestandteil der Lindenberger Aktivitätenliste. Hinzu kommen musikalische Darbietungen, die über das ganze Jahr verstreut in der Feldsteinkirche des Dorfes stattfinden. So auch die Lindenberger Frühlingskonzerte, welche nun schon seit sieben Jahren in Folge großen Anklang bei Besuchern finden.

Palastorchester der Musikschule

Am Sonnabend fand das dritte der insgesamt vier Frühlingskonzerten in der kleinen Gemeinde statt. Gemeinsam mit dem Zeit-Journalisten und gebürtigen Lindenberger Fritz Habekuß lud der Vorsitzende des hiesigen Kirchenfördervereins Gerd Thiedemann neben Musikern aus der Prignitz auch bekannte Künstler aus anderen Teilen der Welt ein, in der dortigen Kirche zu spielen. In diesem Jahr war unter anderem das Berliner „Urban Base Trio“, bestehend aus dem polnischen Schlagzeuger Kuba Gudz, dem Kontrabassisten Martin Buhl aus Dänemark sowie dem US-Amerikaner und grammynominierten Musiker Joel Holmes, zu Gast. Das Trio bereitete den Gästen viel Vergnügen..

Am Sonnabend war dann das Palastorchester der Musikschule Perleberg an der Reihe. Ab 16 Uhr begeisterten die Musiker mit bekannten Bigband Sounds wie „La Cucaracha“- zu deutsch: die Küchenschabe. Gerd Thiedemann ist besonders darüber erfreut, dass das Publikum immer größer wird. „Wir haben ganz klein begonnen. Über die Jahre hat sich die Kirche jedoch so gut gefüllt. Das ist wunderbar.“

Kultureller Mittelpunkt im Ort

Ursprung der Frühlingskonzerte war die Idee, mithilfe von Musik Spenden für die Sanierung der Kirche und des Pfarrhauses zu sammeln. Daraufhin wurde im Jahr 2009 der Kirchbauverein Lindenberg gegründet und die ersten Konzerte in die Wege geleitet. „Der Umbau des Pfarrhauses ist mittlerweile fertiggestellt. Jetzt ist die Kirche an der Reihe“, so der Vorsitzende des Fördervereins Thiedemann, „ohne das großartige Engagement von Fritz Habekuß wäre das allerdings in diesem Rahmen nie möglich gewesen.“

Seitdem der Verein zur Sanierung der Kirche gegründet war, entwickelten sich auch die Vielfalt der musikalischen Veranstaltungen sowie die wöchentlichen Angebote stetig. Mittlerweile ist die zierliche Feldsteinkirche kultureller Mittelpunkt des Dorfes. Auf die Frage, was denn nach Fertigstellung der Bauarbeiten passiere, weiß Gerd Thiedemann schon eine genaue Antwort. „Wir werden natürlich weitermachen mit den Konzerten und uns auch in den nächsten Jahren um Vielfalt bemühen.“

Das vierte und letzte Konzert der Frühlingsreihe findet am 6. Juni ab 16 Uhr in der Kirche statt. Dann laden die Musiker Daniel Weltlinger und Taylor Savvy zu äthiopischem Walzer, ukrainischem Blues sowie ungarischen Spirituals ein.

Von Celine Wegert

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