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Für Bad Wilsnack auf touristischen Pfaden

Torsten Engelbrecht ist Beauftragter für Stadtmarketing Für Bad Wilsnack auf touristischen Pfaden

Der neue Beauftragte für Stadtmarketing in Bad Wilsnack ist Torsten Engelbrecht. Seine Stelle wurde neu geschaffen – der 50-Jährige bringt schon viel Know how mit. Er hat auf den Kanaren Trekking-Touren organisiert, und seine ersten touristischen Erfahrungen im Ruhrgebiet gesammelt. Im Kurbad möchte er die ruhige, schöne Landschaft der Elbtalaue erlebbar machen.

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Torsten Engelbrecht ist für Stadtmarketing zuständig.

Quelle: König

Bad Wilsnack. Zwar residiert die Touristinformation von Bad Wilsnack im Bahnhofsgebäude, doch sie befindet sich keineswegs auf dem Abstellgleis. Im Gegenteil: Ein Großteil der Kurstadt-Besucher reist mit der Bahn an und findet so gleich die richtigen Ansprechpartner. Seit einiger Zeit gehört auch Torsten Engelbrecht dazu. Der 50-jährige ist in seiner neu geschaffenen Funktion für das Stadtmarketing verantwortlich.

Erfahrungen im Tourismus hat er reichlich gesammelt. „Ich war über zehn Jahre auf La Gomera in einem Reiseunternehmen tätig“, sagt Engelbrecht. Auf der Kanareninsel organisierte er Trekking-Touren. Dabei blieb es jedoch nicht, so dass die Reisenden „wenn sie den Fuß auf Teneriffa setzten, ein komplettes Angebot von uns erhalten haben“, sagt Tosten Engelbrecht. Dieser Service aus einer Hand ist eine Idee, die er gemeinsam mit den Verantwortlichen bei der Stadt Bad Wilsnack und dem Amt Bad Wilsnack/Weisen auch in der Kurstadt und ihrer Umgebung umsetzen möchte. „Man könnte auch scherzhaft sagen, ich habe mich zehn Jahre lang auf die Stelle vorbereitet“, sagt der Stadtmarketing-Beauftragte.

Empfehlungen für Ruhesucher

Die Kurstadt kennt er schon recht lange. „Meine Mutter lebt seit 15 Jahren in Bad Wilsnack“, sagt Engelbrecht. Er ist seit Jahren Mitglied im Förderverein der Wunderblutkirche, hat die Internetseite www.wegenachwilnsack.de entworfen und betreut und hat bereits viele Kontakte zu den Menschen in und um Bad Wilsnack und Umgebung geknüpft.

„Jetzt möchte ich die Region natürlich noch intensiver kennenlernen“, sagt Engelbrecht. „Ich muss ja wissen, was ich den Gästen empfehle.“ Dazu gehört auf jeden Fall die ruhige, wunderschöne Landschaft der Elbtalaue. „Das höre ich von den Besuchern ganz oft: Kaum sind sie hier angekommen, legen sie eine Art Entspannungsmodus ein. Sie kommen von der Hektik und dem Stress der Großstadt herunter.“

Entscheidung gut überlegt

Torsten Engelbrecht weiß, wovon er redet. Geboren ist er in Ingolstadt in Bayern, aufgewachsen hingegen in Dortmund, im Ruhrgebiet. Dort hat er auch studiert und die ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt. „Ich habe eine Verwaltungs- und Wirtschaftsausbildung bei der früheren Veba gemacht, dann in Münster studiert. Er ist Industriekaufmann und Betriebswirt und hat ein Studium als Arbeits- und Organisationspsychologe mit dem Diplom abgeschlossen.

„Dass dann alles ganz anders kam, ist nun mal der Lauf des Lebens“, sagt Torsten Engelbrecht. Bereut hat er keine seiner beruflichen Stationen. „Ich brauche immer etwas Zeit, ehe ich zu gravierenden Veränderungen bereit bin“, sagt der Wahl-Wilsnacker. Das ging ihm so, als er die Chance bekam, unternehmerisch auf einer spanischen Insel tätig zu werden, und auch als er mit dem Gedanken spielte, nach Deutschland zurückzukehren, dauert es bis zum festen Entschluss gut zwei Jahre.

Engelbrecht ist erster Werber im Ort

Nun aber ist er hier, gibt Touristen Tipps und versucht, die Vorzüge eines Prignitzaufenthalts herauszustellen. „Sicher ist das nichts für Leute, die den Betrieb in den Zentren suchen, aber für Leute, die Ruhe und Erholung wollen, sind Bad Wilsnack und die Prignitz mehr als nur ein Geheimtipp.“

Das touristische Zugpferd Nummer eins ist nach wie vor die Therme. „Doch auch das Thema Pilgern gewinnt an Bedeutung“, schätzt der Stadtmarketing-Verantwortliche ein. Und wenn es gelingen sollte, die Wunderblutkirche als Denkmal nationaler Bedeutung anzuerkennen, gibt das noch einmal einen riesigen Schub, ist er überzeugt. So versucht Torsten Engelbrecht, Fäden zu knüpfen, zu moderieren, kurz „ich möchte als Schnittstelle fungieren“, wie er sagt. Auf der Tourismusbörse in Berlin hat er eine gute Gelegenheit, die Kurstadt anzupreisen.

Von Andreas König

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