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Für ein neues Hainholzkonzept

Pritzwalk Für ein neues Hainholzkonzept

Geht es nach dem Willen der Mehrheit im Pritzwalker Hauptausschuss, so soll der Bürgermeister bis November ein Nutzungskonzept für das Hainholz erarbeiten. Damit folgte der Ausschuss der Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses. Die CDU hingegen plädiert für das von Vizebürgermeister Ronald Thiel vorgeschlagene Beiratsmodell.

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Wieviel Naturbelassenheit braucht das Hainholz, wieviel wirtschaftliche Nutzung ist möglich? Solche Frage sollen künftig bei der Diskussion über die Nutzung des Hainholz auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: Atzenroth

Pritzwalk. Nach dem Stadtentwicklungsausschuss hat sich auch der Pritzwalker Hauptausschuss für den Antrag ausgesprochen, den Bürgermeister mit der Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für das Hainholz zu beauftragen. Vier Mitglieder stimmten in dem in vergleichsweise kleiner Besetzung tagenden Gremium dafür, Michael Ballenthien (CDU) nahm an der Abstimmung nicht teil. Gestellt hatte den Antrag diesmal Hartmut Winkelmann (Linke). Marlies Ferner (SPD) bekundete Unterstützung. Die SPD hatte den ursprünglichen Antrag im Stadtentwicklungsausschuss eingebracht. Dieser war aber aus formalen Gründen zunächst nicht zur Beratung angenommen und dann neu eingebracht und verabschiedet worden.

Klaus Brandt (Freie Wähler), der im Hauptausschuss anstelle des erkrankten Bürgermeisters Wolfgang Brockmann den Vorsitz führte, meinte: „Vom Grundsatz her bin ich auch dafür, dass da was passieren muss.“ Zweifel äußerte er aber an der möglichen Qualität eines solchen Konzepts. Daran knüpfte Ballenthien an und griff den Vorstoß von Vizebürgermeister Ronald Thiel auf, einen Beirat für das Hainholz zu installieren. Ballenthien: „Das ist die Variante, die wir als CDU unterstützen würden.“ Auch er hat die „Sorge, dass wir ein Konzept erstellen, das mit der Zeit zusehends verflacht“.

Konzept sollte wohldurchdacht sein

Marlies Ferner wiederum ist vom Sinn eines solchen Konzepts überzeugt und hat eher Zweifel daran, dass in einem Beirat „nicht die Akteure sitzen, die maßgeblich an so einem Konzept arbeiten können“. In dieselbe Kerbe schlug Winkelmann: „Ich möchte eben nicht nur die professionellen Holzwirtschafter da drin haben. Erst einmal müssen wir wissen, wo wir mit dem Hainholz hinwollen.“ Den Beirat sehe er momentan nicht als sinnvoll an.

Klaus-Peter Garlin (CDU), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, betonte, dass niemand im Beirat ausgegrenzt werden solle. Hier sollten alle dabeisein, „die wirklich das Anliegen haben, das Hainholz aus ihrer Sicht voranzubringen“. Garlin meinte, dass in der Stadtverordnetenversammlung am 26. April nur ein Beschluss mit Dringlichkeit möglich sei. Garlin: „Es würde ein Schnellschuss, wenn wir den Beschluss nächste Woche fassen.“ Die Abgeordneten würden überrumpelt. Sie sollten noch nicht entscheiden, zumal zwei Varianten diskutiert würden. Ballenthien pflichtete ihm bei: „Was bringt das, wenn wir irgendetwas hastig zusammennageln bis November?“ Bis dahin gebe es nur eine Tagung des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung.

Stadtverordnete haben letztes Wort

Jean Duwe (FDP) merkte an, dass man gerade erst bei der Zukunftswerkstatt zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept eine eher enttäuschende Bürgerresonanz gehabt habe. Daher sollten die Einreicher zunächst einmal ihre Vorstellungen äußern. Winkelmann konterte, dass man zwar eigene Vorstellungen habe, der Auftrag aber an den Bürgermeister ergehe, der dann Vorstellungen entwickeln müsse. Der Zeitraum bis November sei dafür lang genug. Ferner ergänzte, dass das Thema aus ihrer Sicht bereits ausführlich diskutiert wurde.

Brandt sah die Dringlichkeit des Antrags darin begründet, dass so der Verwaltung mehr Zeit gegeben werde, um sich mit dem Konzept zu beschäftigen. Danach wurde abgestimmt – das letzte Wort hat aber am 26. April die Stadtverordnetenversammlung.

Von Bernd Atzenroth

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