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Prignitz Für sie ist Pritzwalk eine Metropole
Lokales Prignitz Für sie ist Pritzwalk eine Metropole
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02:15 16.04.2016
Holger Frehoff und Susanne Michels. Quelle: Susanne Liedtke
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Pritzwalk

In der Taufkapelle mussten noch zwei Reihen Stühle dazugestellt werden – so groß war der Andrang beim Vorstellungsgottesdienst von Holger Frehoff und Susanne Michels in der Pritzwalker Nikolaikirche am vergangenen Sonntag. Damit aber sollte das Vorstellungsprozedere noch längst nicht beendet sein, wie der amtierende Superintendent Daniel Feldmann in seiner Begrüßung erklärte: Nach dem Gottesdienst war zum Gemeindekaffee im Eltern-Kind-Zentrum eingeladen, und für den Abend zu einem Gemeindeabend. Schließlich steht am Donnerstag Abend noch eine Vorstellungsrunde vor allen Gemeindekirchenräten des Pfarrsprengels Pritzwalk an, zu der Pfarrer Volker Sparre schriftlich eingeladen hatte.

Noch ist es nicht abschließend entschieden, aber wie bereits berichtet, hat sich das Pfarrerehepaar in Pritzwalk beworben. Aus der Nähe von Basel wollen sie nach Pritz­walk kommen – nach zehn Jahren in der Schweiz möchten sie sich einfach wieder verändern. Holger Frehoff ist 1970 in Lüdenscheid geboren und dort auch aufgewachsen. Susanne Michels ist 1972 in Essen zur Welt gekommen und in Mülheim an der Ruhr aufgewachsen. Ursprünglich war sie katholisch getauft – 1994 aber trat sie zur evangelischen Kirche über. Beide sind studierte Theologen und haben 1998 geheiratet. Nach Stationen im Rheinland traten sie 2006 ihren Dienst in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Wegenstettertal im Schweizer Kanton Aargau an. Die beiden haben zwei Kinder, sieben und elf Jahre alt. Sie hatten sich bei den unierten Kirchen beworben, wollten eigentlich nach Berlin. Im Konsistorium wurde dann aber Werbung für die Prignitz gemacht. Und das klang für Holger Frehoff und Susanne Michels interessant. Zum einen bot Pritzwalk den Vorteil, dass hier für zwei Pfarrer zwei ganze Pfarrstellen frei werden. Zum anderen haben sie durchaus Bezüge nach Norddeutschland – die Patentante wohnt in Hamburg.

Begeisterung fürs Eltern-Kind-Zentrum

Dass der Anteil der Christen in der Region nicht allzu hoch ist, störte sie nicht. In der Schweiz waren sie in einer Region tätig, in der auch nur maximal 20 Prozent der Menschen evangelischen Glaubens waren – die große Mehrheit dort war katholisch. Noch etwas fanden die beiden an Pritzwalk interessant: das Eltern-Kind-Zentrum (Ekids). Denn sie haben in der Schweiz in ihrer Gemeinde ein Familienzentrum aufgebaut.

Wenn sie tatsächlich im September die beiden Stellen antreten sollten, dann werden sie im Pfarrhaus an der Grünstraße 25 wohnen – sie freuen sich schon jetzt auf den schönen Garten.

Pritzwalk hatten sie übrigens Anfang des Jahres bereits besucht und sofort gemocht, auch wenn es nicht Berlin ist. „Wir kommen aus einem kleinen Ort mit 800 Einwohnern – da ist Pritz­walk schon eine Metropole für uns“, ließen sie die Besucher des Gottesdienstes wissen. Aber noch ist ihre Einstellung nicht endgültig spruchreif. Heute Abend steht noch eine Vorstellungsrunde vor den Gemeindekirchenräten aus dem ganzen Pfarrsprengel an. Denn auch wenn viele es begrüßen würden, dass das Pfarrerehepaar nach Pritzwalk kommt, müssen die Gemeindekirchenräte sie erst wählen – was aber zu einem späteren Zeitpunkt sein wird.

Von Bernd Atzenroth

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