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Fusion: Meyenburger orientieren sich neu

Nach Absage aus Putlitz Fusion: Meyenburger orientieren sich neu

Nachdem sich am vergangenen Dienstag im Amtsausschuss Putlitz-Berge drei Gemeinden gegen eine Ämterfusion mit Meyenburg aussprachen, haben am Montagabend die Bürgermeister der fünf Kommunen des Amtes Meyenburg die neue Situation beraten. Das Angebot an den Nachbarn soll stehen bleiben, dennoch will man neue Optionen erkunden.

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Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Mit der Entscheidung der Gemeinden Gülitz-Reetz, Pirow und Berge gegen eine Fusion des Amtes Putlitz-Berge mit dem Amt Meyenburg müssen sich nun die Bürgermeister im Meyenburger Amtsausschuss auseinandersetzen. Sie berieten am Montagabend darüber. Zur Erinnerung: Der Amtsausschuss Putlitz-Berge hatte in der vergangenen Woche über die Zukunft seines Amtes beraten. In den drei genannten Gemeinden hatte die Mehrheit der Gemeindevertreter einen Zusammenschluss mit Meyenburg abgelehnt. Sie sehen ihre Zukunft vielmehr bei der Stadt Perleberg beziehungsweise der Gemeinde Karstädt. Für eine Fusion müssten aber alle zehn Gemeinden in den beiden Ämtern ihre Zustimmung erteilen.

„Wir verstehen nicht, wieso man sich in den drei Gemeinden dagegen wehrt“, fasste am Dienstag Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann die Beratung im nichtöffentlichen Teil der Amtsausschusssitzung zusammen. Vertreter beider Ämter hatten bekanntlich über mehrere Jahre hinweg intensiv eine mögliche Fusion diskutiert. „Wir sehen das als einzige Möglichkeit, die Selbstverwaltung der Kommunen in den Ämtern Putlitz-Berge und Meyenburg längerfristig zu erhalten“, so der Amtsdirektor. Eine andere Möglichkeit sähen die Meyenburger Amtsausschussmitglieder nicht. Zudem war bekanntlich in dem genehmigungsfähigen Fusionsentwurf vereinbart worden, das die Verwaltung in Putlitz erhalten bleiben soll. Man könne aber die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen, so das Resümee Habermanns.

Die fünf Gemeinden des Amtes Meyenburg wollen nichtsdestotrotz weiterhin zu ihrem Angebot stehen. Der Amtsdirektor geht davon aus, dass alle Gemeindevertretungen auch formell ihre Zustimmung zur Fusion mit dem Nachbarn erteilen. Habermann: „Wir halten die Fusion nach wie vor für sinnvoll.“ Die nächste Gemeindegebietsreform komme, da sei es gut, wenn man vorbereitet ist. Deshalb werden die Meyenburger sich laut Habermann nun nach anderen Optionen umsehen.

Das bestätigte der Meyenburger Amtsausschussvorsitzende Falko Krassowski: „Wir werden alle Richtungen, die der Leitbildentwurf möglich macht, erkunden.“ Er finde es dennoch schade, dass die Entscheidung der drei Gemeinden gegen die Ämterfusion ausgefallen ist. „Wir haben in der letzten Gemeindegebietsreform festgestellt, dass viel gemacht worden ist, was den Menschen nicht geholfen oder keine Einsparungen gebracht hat.“ Diese Fehler wollen die Meyenburger nicht wiederholen. Denn die Gemeinden im Amt Meyenburg wollen ihre Eigenständigkeit behalten – das sei das höchste Ziel. „Und auch die älteste Stadt der Prignitz – Putlitz – wird sicher gern ihre Eigenständigkeit behalten wollen.“ Wenn eine freiwillige Fusion gelänge, würde das Innenministerium die Kommunen erst einmal „in Ruhe lassen“, sagte Krassowski: „So wurde es uns signalisiert.“

Von Beate Vogel

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