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Futtermittelhalle brennt noch immer

Kuhsdorf Futtermittelhalle brennt noch immer

Das Feuer in der Futtermittelhalle in Kuhsdorf ist wieder aufgeflammt. Am Dienstagvormittag mussten drei Wehren erneut zum Brandort, um die Trümmer der Halle mit Wasser zu kühlen und das Brandgut aus dem Gefahrenbereich zu holen. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes nahm die Ermittlungen auf, kann aber die Halle nicht betreten.

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Die Futtermittelhalle in Kuhsdorf brennt weiter. Die Kripo nahm die Ermittlungen auf.

Quelle: Andreas König

Kuhsdorf. Noch immer brannten am Dienstag die Futtermittel in der Lagerhalle der Agrarfirma Hagemann in Kuhsdorf. Sah es am frühen Morgen so aus, als könnte „Feuer aus“ gemeldet werden, fachte der Wind die schwelende Glut erneut an und ließ die Flammen wieder auflodern. Am Vormittag mussten die zur Brandwache eingeteilten Angehörigen der Feuerwehr Kuhsdorf die Brandstätte erneut mit Wasser kühlen, um ein weiteres Ausdehnen des Feuers zu verhindern. Dichte Rauchschwaden erfüllten die Luft und zogen sich über den Acker fast bis nach Giesensdorf hin.

Firma hatte Pläne für Produktionsstätte

„Das ist wirklich furchtbar“, sagte Bettina Hagemann, die Frau von Firmeninhaber Robert Hagemann. „Wir müssen aufpassen, dass der Rauch nicht in die Schweineställe eindringt.“ Darüber hinaus ist es ein Problem für die Firma, ihre Futtermittelbestände zu lagern. Nicht mehr benötigte Erzeugnisse von getreideverarbeitenden Betrieben, darunter Hersteller von Frühstückscerealien, werden zu Tierfutter weiterverarbeitet und deutschlandweit vertrieben. „Wir wollten eine Produktionsstätte errichten“, sagte Bettina Hagemann. Hinter den rauchenden Trümmern der Futtermittellagerhalle ist bereits das Fundament für die neue Anlage zu sehen. Doch angesichts des vernichtenden Brandes sei an die Weiterführung der Investition erst einmal nicht zu denken. „Zum Glück haben wir noch andere Standorte“, sagte Bettina Hagemann. Das in Kuhsdorf ansässige Unternehmen Hagemann Dienste liefere seine Erzeugnisse deutschlandweit aus.

Ermittler können Halle noch nicht betreten

Unterdessen begannen Mitarbeiter der Tatort-Gruppe des Landeskriminalamtes mit der Untersuchung des Brandortes. „Allerdings ist ein Betreten der Halle nach wie vor noch nicht möglich“, sagte Toralf Reinhardt, Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Zur Brandursache könnten daher noch keine Angaben gemacht werden. Die Halle und das angrenzende Gelände seien jedoch als Tatort beschlagnahmt worden. Das sei die übliche Vorgehensweise in solch einem Fall. Die andauernde Hitzeentwicklung ließ von den Resten der Halle weitere Teile der Außenwände zusammenbrechen.

Feuerwehren erneut im Einsatz

Eine Mischung aus Löschwasser und Ascheresten bedeckte groß­flächig den Hof des Betriebs. Beißender Qualm erfüllte noch immer die Luft. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Volker Lehmann war am Dienstag erneut am Brandort. „Wir mussten die Feuerwehren aus Pritz­walk, Groß Pankow und Kuhsdorf hinbeordern, um Brandgut aus dem Gefahrenbereich zu holen und abzulöschen“, sagte Volker Lehmann. Zwei der sechs Lagerboxen seien vollständig ausgebrannt. Im Innern der brennenden Semmelmehl Futtermittelberge maßen die Feuerwehrleute noch immer Temperaturen von mehr als 500 Grad. Die Überreste der Halle sind vom Einsturz bedroht.

Von Andreas König

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