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Prignitz GBG: Mehr Aufgaben, mehr Mitarbeiter
Lokales Prignitz GBG: Mehr Aufgaben, mehr Mitarbeiter
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02:15 15.04.2017
Die Geschäftsleitung der GBG Pritzwalk (v.l.): Wolfram Kreklow, Nikol Koch, Jörg Ahlgrimm und Anke Gasow-Theiß. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

„Die GBG entwickelt sich planmäßig in Reaktion auf die derzeitigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse.“ Mit dieser Formulierung, mündlich vorgetragen, aber auch in einem schriftlichem Statement nachgereicht, hat Jörg Ahlgrimm, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk, umreißen wollen, dass es der Gesellschaft gut geht. Und das lässt sich nach den Angaben, die er und sein Stellvertreter Wolfram Kreklow im Gespräch mit der MAZ machten, auch am Personalbestand festmachen: „Personell ist die GBG von 70 Mitarbeitern im Dezember 2015 auf 111 am 1. April gewachsen, um alle zusätzlichen Bereiche abdecken zu können“, erklärte Kreklow. Ein Grund dafür: Die Private Berufsschule für Wirtschaft und Technik beschult im laufenden Schuljahr fast 100 statt wie bisher 70 Azubis. Dem musste auch der Personalbestand angepasst werden. Es wurden dort drei zusätzliche Lehrkräfte eingesetzt, die vor allem das Lernfeld Metall stärken sollen.

Und die Schule soll weiter wachsen: Denn sie soll auch zur Fachschule für Sozialwesen werden. Die Anträge dazu sind bereits gestellt. Damit könnten hier künftig auch Erzieher ausgebildet werden – es gebe dafür einen sehr hohen Bedarf auch in den eigenen Reihen.

Mit dem Gesprächsangebot an die MAZ reagierte die Spitze der Gesellschaft auf Gerüchte in der Stadt über Entlassungen. Solche habe es in der Tat auch gegeben, bestätigte Ahlgrimm, und zwar zwei auf der Leitungsebene. Über die Gründe gab Ahlgrimm keine Auskunft, nur, dass die Kündigungen juristisch bestätigt seien. Klar ist aber, dass die Struktur der Gesellschaft gerade einer umfassenden Änderung unterzogen wird, wobei die Geschäftsleitung verschlankt wird und die einzelnen Tätigkeitsfelder ganz anders zugeordnet werden. In Leitungsfunktionen sind neben Ahlgrimm und Kreklow auch Nikol Koch und Anke Gasow-Theiß, die beide auch beim Gesprächstermin dabei waren.

Zufrieden zeigte sich Ahlgrimm mit dem Engagement der Bildungsgesellschaft in der Transfergesellschaft des Zahnradwerkes. Dieses sei „ein Indikator für unsere Bemühungen, Fachkräfte in der Region zu halten und neue hinzuzugewinnen“.

Beteiligt ist die Bildungsgesellschaft auch an den Bemühungen zur Integration von Flüchtlingen. Derzeit bietet die GBG sieben Sprach- und Integrationskurse für Flüchtlinge in Perleberg und Pritzwalk an. Die Beteiligung daran sei hoch. Maßnahmen zur beruflichen Teilqualifikation von Flüchtlingen seien in Vorbereitung. Als richtigen Weg sieht es Ahlgrimm dabei an, dass sich die Gesellschaft um eine eigene Zulassung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bemüht und diese auch erhalten hatte.

Auskunft gab es auch zur Übernahme des Gebäudes Hainholzmühle 27 zu Jahresbeginn vom Landkreis, worin sich weiterhin das Lehrlingswohnheim des Landkreises befindet. „Die Pflichtaufgabe der Unterbringung von minderjährigen und erwachsenen Azubis wurde an uns übertragen“, erklärte Ahlgrimm. Die Kinder des Falkennestes werden in das Haus umziehen und die bisher bestehenden Wohngruppen werden nach Angaben der Gesellschaft um eine weitere Regelgruppe zur Aufnahme von kleinen Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren erweitert. Zusätzlich wird im Haus eine Mutter/Vater-Kind-Betreuung etabliert und die Verselbstständigungsgruppe fortgeführt. Weiterhin wird die Inobhutnahme im Auftrag des Jugendamtes des Landkreises im Gebäude etabliert. Das bisherige Gebäude der Kinder- und Jugendeinrichtung werde für einen gleichwertigen Zweck weiterverwendet.

Von Bernd Atzenroth

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