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Ganz viel Geschichte

Schönhagener feierten 700 und ein Jahr Dorfbestehen Ganz viel Geschichte

Das Jubiläum kam ein Jahr zu spät, dafür aber umso intensiver: In Schönhagen bei Pritzwalk hatte man sich für die „700+1-Jahr-Feier“ sehr viele Gedanken gemacht. Heraus kam vor eine ungewöhnliche Auseinandersetzung des ganzen 300-Seelen-Dorfs mit seiner Geschichte – und natürlich auch eine schöne Feier für alle.

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In Schönhagen werden heiße Eisen angepackt.

Quelle: Atzenroth

Schönhagen. Ganz historisch präsentierte sich am Wochenende der Pritzwalker Ortsteil Schönhagen, der seine 700+1-Jahr-Feier beging. Insbesondere für den Freitagabend hatten sich die Organisatoren um Ingo Michael etwas ganz Besonderes ausgedacht: Beim historischen Abendspaziergang ging es zunächst zur alten Schmiede, wo ein Pferd beschlagen wurde. Zu den Zuschauern gehörte hier auch Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Jeder konnte dabeisein, wenn im Innenraum das Hufeisen geschmiedet und anschließend das Pferd damit zunächst unter großer Dampfentwicklung beschlagen wurde. Währenddessen verteilten Frauen aus dem Ort eine alte Schönhagener Spezialität, kleine Speckbrötchen.

Das ganze Dorf war auf den Beinen, um von da aus die zweite Station anzusteuern: Im Haus Dorfstraße 39 war ein kleines historisches Museum eingerichtet, wo unter anderem gesponnen wurde. Historische Bilder boten viel Gesprächsstoff nicht nur für die älteren Schönhagener. Erstaunlich, was die Dorfbewohner hier alles an alten Gebrauchsgegenständen zusammengetragen haben, die die Generationen überdauert haben.

Letzte Station des Rundgangs war dann der liebevoll zurechtgemachte Hof Dorfstraße 18, der ebenfalls mit Historischen aufwartete. Am Eingang saß auf einer Bank ein Hochzeitspaar. So täuschend echt es aussah – es handelte sich nur um Puppen. Wer auf dem fast daneben stehenden Hinweisschild ein Hochzeitsfoto anschaute, erkannte, dass es sich um die Großeltern des jetzigen Besitzers handelte. Im Innern war auch eine Genealogie des Hofs Jerschow/Gießel/Blümel angebracht.

Nicht nur hier: An vielen Stellen war auf Tafeln die Geschichte der Höfe dokumentiert, und überall im Dorf hatten die Menschen ihre Häuser gemäß dem Anlass geschmückt – mit Puppen, Wäschezuber oder Tischen und Stühlen, um sich niederzulassen. Etwas Besonderes hatten sich die Anwohner des Petersilienwegs ausgedacht. Die Konterfeis all derer, die hier wohnen und mehrmals im Jahr gemeinsam feiern, waren am Ortseingang, wo der Petersilienweg von der Dorfstraße abzweigt, auf einem Transparent verewigt. Gefeiert wurde schließlich kräftig bis zum Samstagabend, am Freitag mit toller Musik von „Acoustic Pro“ und einer Lichtshow, am Samstag mit einer lustigen Dorfolympiade, Swingmusik und viel Tanz.

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Ein schönes Paar, wenn es auch nur zwei Puppen sind...

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Von Bernd Atzenroth

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