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Prignitz Garantiescheck und Zehn-Jahres-Rente
Lokales Prignitz Garantiescheck und Zehn-Jahres-Rente
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02:15 13.07.2015
Da kommt doch Freude auf: Ulrich Preuß mit den dubiosen Gewinnversprechen. Quelle: FOTOS (2): Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Warum immer er? Bei Ulrich Preuß landen andauernd irgendwelche Gewinnversprechen und dubiose Offerten im Briefkasten. Schon einmal hat er sich damit an die MAZ gewandt. Mittlerweile kann er aber eher darüber schmunzeln. „Ich freue mich so, dass ich jetzt diesen Scheck habe“, lacht er, als er über das jüngste Angebot redet. Von „Schöner leben“, einer selbst ernannten „offiziellen Dienststelle für Bankzahlungen“, hat er einen Scheck in Höhe von 11 800 Euro versprochen bekommen. Er habe „unwiderruflich einen Scheck gewonnen“, heißt es in dem Schriftstück. Dies sei der „endgültige Beschluss der Direktion, er ist offiziell genehmigt und bestätigt“. Natürlich hat er gar nicht mit einem Scheck gerechnet – zu Recht. Dafür könnte er aber irgendwelche Sachen aus einem der Sendung beigelegten Katalog bestellen. Denn bei „Schöner Leben“ handelt es sich offenbar um einen Versandhandel. Im Katalog findet sich alles Mögliche von Damenwäsche bis zum Streuselkuchen.

Den Unterlagen ist ein „Brief der Direktion“ beigefügt. Unterschrieben ist er von einem Michael Bergener. Der Name ist mit einer Anmerkung versehen, er sei aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert, heißt es dazu im Kleingedruckten. Wer also geschrieben hat, ist nicht ersichtlich. Wie umgekehrt die Daten von Preuß ausgemacht worden waren, wird nicht erklärt.

Mit der Polizei hatte sich der Pfarrer im Ruhestand bereits verständigt. Ein wirklicher Betrug liege hier nicht vor, hieß es von da. Es handele sich aber um eine Abzockmasche. Denn um den angeblichen Scheck zu erhalten, muss man eine persönliche Gewinnmarke auf einen „Bestell-/Gewinnschein“ kleben und diesen abschicken. Das löst dann automatisch eine Bestellung aus. Vielleicht erklärt dies auch die merkwürdigen Zahlungsanweisungen von „Schöner leben“: „Regen Sie sich nicht auf und bleiben Sie ruhig. Geben Sie die Sache nicht bekannt. Sprechen Sie momentan mit niemandem darüber.“

In Internet-Foren und von der Verbraucherzentrale wird deswegen vor „Schöner Leben“ gewarnt. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt schon seit Jahren, die Briefe einfach wegzuwerfen. Auch Polizeisprecher Toralf Reinhardt rät bei allen Formen von Gewinnversprechen zu grundsätzlicher Skepsis.

Warum gerade Preuß ins Visier solcher Geschäftemacher gerät, erschließt sich vielleicht mit einem weiteren Angebot, das ihm jüngst ins Haus flatterte: Er erhielt eine „persönliche Ziehungsnummer“ für eine „Renten-Gewinn-Auslosung“, bei der es angeblich um eine Zehn-Jahres-Rente im Wert von 100 000 Euro geht. „Und schon wieder hat mich die Glücksfee erwischt. Ich kann es vor Freude nicht fassen“, erzählte er der MAZ mit leicht ironischem Unterton. Ob es wirklich eine Altersauswahl gibt oder ob das Zufallsprinzip obwaltet – Preuß weiß es nicht. Die Polizei aber geht davon aus, dass die Täter ihre Auswahl gezielt treffen, wie Polizeisprecher Toralf Reinhardt erklärte.

Eins macht Preuß aber nicht: Auf diese oder ähnliche Angebote reagieren, seine Adresse oder Telefonnummer weiter gehen. Wer Preuß solche Angebote macht, kann sich sicher sein: Sie landen bei der Polizei, bei der MAZ oder im Papierkorb.

Von Bernd Atzenroth

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