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Garzer Frauen wollen eine bessere Straße

Monatlicher Treff im Saal des „Vitalis“-Vereins Garzer Frauen wollen eine bessere Straße

Mitunter bis zu 20 Frauen kommen beim regelmäßigen Frauentreff im Saal des Landhauses Vitalis in Garz (Gemeinde Plattenburg) zusammen. An vergangenen Sonnabend waren es 13. Die Idee zu dem Frauentreff war eine Reaktion auf einen Frühstückstreff von Garzer Männern.

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Treffen sich zum Kaffeetrinken und zum Erzählen: die Frauen aus Garz und Hoppenrade vom Treff im Landhaus Vitalis in Garz.

Quelle: Andreas König

Garz. „Man sieht ja tagsüber kaum einen Menschen“, sagt Monika Hirschfeld. Sie ist eine von manchmal bis zu 20 Frauen, die sich im Saal des Landhauses Vitalis in Garz treffen. An diesem Sonnabendnachmittag sind es 13 Frauen, die an der langen Kaffeetafel Platz genommen haben. Die monatlichen Treffs ersetzen den Plausch, den die Frauen einst beim Einkauf im Dorfkonsum halten konnten. „Früher war mehr los“, sagt Hannelore Lindemann. Da gab es noch mehr Zusammenhalt, erinnert sie sich, und im Dorf kümmerte man sich um den anderen. Davon sei leider nicht mehr viel übrig. Zum Einkaufen fährt man entweder nach Pritz­walk oder nach Perleberg, für kleinere Besorgungen auch mal nach Glöwen oder Bad Wilsnack.

Die Idee zu dem Frauentreff ist eigentlich als Reaktion auf einen Frühstückstreff entstanden, zu dem sich die Männer aus dem Ort eingefunden hatten.

Ausbau bereits beantragt

Zwar fühlen sich die Frauen von Garz und Hoppenrade in der Gemeinde Plattenburg etwas am Rande, aber sich ganz neu orientieren, das wollen die meisten auch nicht. „Da sind wird doch auch am Rand“, sagt Margot Habermann. Immerhin, ein Bus nach Pritzwalk verkehrt im Ort, und auch ins kleinere Nachbardorf Hoppenrade ist es nicht allzu weit. Wenn nur die Straße etwas besser wäre, klagen die Frauen. Nun immerhin soll sich demnächst in dieser Frage etwas tun, haben sie gehört.

Martin Nagel, Bauamtsleiter der Gemeinde Plattenburg, zu der Garz/Hoppenrade gehört, kann das bestätigen. „Wir haben den Ausbau der Straße im Rahmen des ländlichen Wegebaus bei der Lokalen Aktionsgruppe Storchenland beantragt“, sagt der Amtsleiter. Das Gremium habe das Ansinnen der Gemeinde befürwortet. Jetzt muss das Landesamt für ländliche Entwicklung und Flurneuordnung in Neuruppin über den Antrag entscheiden. Die Gemeinde Plattenburg hat jedenfalls rund 300 000 Euro beantragt. Für dieses Geld ist allerdings der Ausbau der Ortsverbindung nur im Rahmen des sogenannten ländlichen Wegebaus möglich. „Das heißt, es wird eine Asphaltfahrbahn in einer Breite von 3,50 Meter erstellt, und mit Ausweichstellen ergänzt“, sagt Martin Nagel. Gegenwärtig läuft eine Verkehrszählung, um das tatsächliche Aufkommen an Kraftfahrzeugen auf dieser Straße zu erfassen, ergänzt der Bauamtsleiter. Für die Frauen aus Garz und Hoppenrade immerhin ein Trost, dass die Angelegenheit jetzt nach vielen Jahren des Wartens und Bittens in Angriff genommen werden kann. Könnte, muss es besser heißen, denn noch hat das Neuruppiner Amt noch keine Entscheidung getroffen.

Vorbereitungstreffen am 14. April

Entschieden ist hingegen, dass es in diesem Jahr erstmals seit vielen Jahren wieder ein Erntefest in Garz/Hoppenarde geben soll. „Wir haben uns dafür den 27. August ausgesucht“, sagt Christel Schulz, die Frau von Ortsvorsteher Ulrich Schulz. Zu diesem Anlass soll ein Festumzug durchs Dorf fahren, die Vorgärten an der Straße zwischen Garz und Hoppenrade sollen geschmückt werden, und überhaupt soll an diesem Tag allerhand los sein. Ein Treffen zur Vorbereitung wird am 14. April ab 18 Uhr im Sportlerhaus in Hoppen­rade stattfinden. Einen kleinen finanziellen Zuschuss zu diesem Anlass hat die Gemeindevertretung Plattenburg abgelehnt. „Die Mehrheiten da sind eben anders“ , meint Lieselotte Klohs.

Das Leben auf dem Dorf wird nicht einfacher, finden die Frauen. Die Sparkasse in Lindenberg ist schon zu, der Geldautomat soll auch noch verschwinden, und der Arzt kommt zum Hausbesuch nur, wenn’s gar nicht anders geht.

Von Andreas König

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