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Prignitz Gauland zu Plasberg, sein Vize nach Pritzwalk
Lokales Prignitz Gauland zu Plasberg, sein Vize nach Pritzwalk
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00:33 21.01.2016
Etwa 140 Teilnehmer zählte die Kundgebung des AfD-nahen Bürgerzusammenschlusses auf dem Pritzwalker Marktplatz. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Zum vierten Mal demonstrierte der „Prignitzer Bürgerzusammenschluss“, der von der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) unterstützt wird, auf dem Pritzwalker Marktplatz. Zwar hatte der ursprünglich angekündigte Redner, AfD-Landeschef Alexander Gauland, abgesagt, doch schickte die Partei für ihn mit seinem Stellvertreter Andreas

Andreas Kalbitz Quelle: Bernd Atzenroth

Kalbitz einen Ersatz. Etwa 140 Menschen wohnten der Versammlung bei, die damit begonnen hatte, dass der Prignitzer AfD-Chef Thomas Schlaffke einige Bitten der Polizei vortrug: „Feindliche Parolen gehören nicht zu uns“, beschwor er zum Beispiel sein Publikum. Christine Schlaffke schloss sich an mit dem Auszug aus einem Manifest, das AfD-nahe Frauen zu den Vorfällen von Köln, Hamburg und Stuttgart verfasst haben. „Wir werden uns nicht opfern für eine Politik der offenen Grenzen um jeden Preis“, hieß es darin zum Beispiel. Dann trat Kalbitz ans Mikrofon, um seine „Chronologie des Versagens“ vorzutragen. „Wir fordern keine neuen Gesetze, sondern die Einhaltung geltenden Rechts“, sagte er im Hinblick auf den Vorwurf von ehemaligen Bundesverfassungsrichtern, die der Kanzlerin mit ihrer Flüchtlingspolitik Rechtsbruch unterstellen. Kalbitz entschuldigte seinen eigentlich angekündigten Landesparteichef Alexander Gauland damit, dass dieser einer Einladung zur Sendung „Hart, aber fair“ gefolgt sei. Gauland will aber den Termin in Pritzwalk nachholen.

Christine Schlaffke Quelle: Bernd Atzenroth

Gleichzeitig fand am anderen Ende des Platzes eine Gegendemonstration statt, an der 40 Menschen teilnahmen. Dort war es mitunter etwas lauter als bei der Hauptveranstaltung. Die Gegendemonstranten übten sich in Sprechchören, auch platzte der ein oder andere Knaller. Die Teilnehmer dieser Kundgebung zeigten auch ein „Refugees welcome“-Banner (Flüchtlinge willkommen). Unter ihnen waren Jusos und Antifa.

Außerdem hatten sich unabhängig davon wieder etwa 20 Menschen zum Friedensgebet an der Nikolaikirche eingefunden. Pfarrer Volker Sparre und Kantor Maxim Burtsew gestalteten das Friedensgebet und sangen mit den Anwesenden. Die Polizei war mit einem Aufgebot von zirka 80 Beamten im Einsatz. Bis auf die vereinzelten Knaller verlief der Abend ruhig. Die Hauptveranstaltung war nach etwa einer dreiviertel Stunde beendet. Zum Schluss sangen die Teilnehmer die Nationalhymne. Die Teilnehmer von Kundgebung und Gegenkundgebung verließen das Gelände

Friedensgebet in der Nikolaikirche Quelle: Bernd Atzenroth

von der Polizei getrennt in entgegengesetzte Richtungen.

Eine weitere Veranstaltung der AfD findet am kommenden Montag, 25. Januar, in der Alten Mälzerei in Pritzwalk statt. Diesmal handelt es sich um eine Diskussionsveranstaltung, die die Landtagsfraktion der Partei organisiert. Die nächste Veranstaltung auf dem Pritzwalker Marktplatz ist für den 15. Februar angekündigt.

Gegendemo auf der anderen Seite des Marktplatzes. Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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