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Gedächtnisschau in Blumenthal

Kleintierzüchter erinnern an früheren Vorsitzenden Gedächtnisschau in Blumenthal

Die jüngste Kleintierschau in Blumenthal stand ganz im Gedenken von Jürgen Jäger. Der frühere Vorsitzende war im September völlig überraschend im Alter von 59 Jahren gestorben. Die besten Züchter der Schau bekamen deshalb ein Jürgen-Jäger-Gedächtnisband.

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Die Besucher staunten bei der Kleintierausstellung auch über Pommerngänse.

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. Die Routine trat am Wochenende bei den Kleintierzüchtern in Blumenthal in den Hintergrund. Denn die 51. Auflage der Vereinsschau stand im Gedenken von Jürgen Jäger. Der langjährige Vereinsvorsitzende verstarb plötzlich im September im Alter von 59 Jahren und hinterlässt nicht nur in den Reihen des Vereins eine große Lücke.

„Unter den Vereinsmitgliedern erhalten die drei besten Züchter nun das Jürgen-Jäger-Gedächtnisband“, sagte Ausstellungsleiter Helmut Sperling. Er hält derzeit kommissarisch die Vereinsfäden in der Hand. Gemeinsam mit Ingo Kadasch zeichnete er seit Donnerstag für alle Aktivitäten im Vereinsgebäude in Blumenthal verantwortlich. Denn an diesem Tag stallten die Aussteller ihre Tiere ein.

Zu den 527 ausgestellten Exemplaren gehören 131 Kaninchen, 136 Hühner und Enten sowie 260 Tauben. Neun Mal vergaben die sieben Preisrichter am Freitag die Höchstnote „Vorzüglich“. „Die Anzahl der Tiere sowie die mit der Höchstnote haben sich im Vergleich zu den Vorjahren vergrößert“, sagte Ingo Kadasch. Und: „Die Tiere weisen eine hohe Qualität auf.“ Wenngleich die warme Witterung über das Jahr dazu beitrug, dass das Geflügel noch häufig im Sommerfederkleid steckt. „Sonst sind die zwei Binden, also die Zeichnung auf den Flügeln, bei den Tauben schon komplett ausgebildet“, sagt Kadasch. Er züchtet Kingtauben sowie Altenburger Trommeltauben und spricht dabei aus Erfahrung.

Gut ein Viertel der diesjährigen Aussteller gehört nicht zum Blumenthaler Verein, sondern zu anderen Vereinen der Prignitz. Preisrichter bewerten anhand verschiedener Kriterien die Tiere. Zum Gesamteindruck zählt primär auch die Sauberkeit. Mit warmem Wasser werden etwa die Schwanzfedern bei Tauben gereinigt und dann beispielsweise mit einer Rotlichtlampe getrocknet. Denn nur wenn das Gefieder langsam trocknet, kann es anschließend auch fest anliegen – ein entscheidendes Merkmal bei der Benotung. Die Läufe werden genauso gesäubert; hier hilft mitunter eine Zahnbürste für den letzten Reinheitsschliff.

Zu den Exoten unter den ausgestellten Tieren zählten in Blumenthal die Zwerg-Rexe dalmatiner-dreifarbig von Vereinsmitglied Mandy Hennersdorf aus Rathenow. „Das ist eine ruhige, liebe und kinderfreundliche Kaninchenrasse“, so Hennersdorf. Ihre achtjährige Tochter Chelsea gewann mit ihrem Huhn der Rasse Zwerg-Wyandotten orangefarbig-gebändert einen der drei Gedächtnisbänder zu Ehren des verstorbenen Vorsitzenden. Ingo Kadasch und Rainer Schönfeld bekamen ebenfalls ein Gedächtnisband.

Von Christamaria Ruch

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