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Prignitz Gedenken an 40. Todestag Lotte Lehmanns
Lokales Prignitz Gedenken an 40. Todestag Lotte Lehmanns
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00:17 29.08.2016
Blumen für Lotte Lehmann zum Gedenken an ihren 40. Todestag. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Es war ihr 40. Todestag, aber Lotte Lehmann schien gegenwärtig wie noch nie in Perleberg zu sein. An der Büste der großen Sängerin versammelten sich am Freitag die Teilnehmer der 19. Lotte-Lehmann-Woche zu einem Begrüßungsfoto, im Gedenken an ihren Todestag – 26. August 1976 – legte auch jeder eine Rose vor dem Antlitz Lotte Lehmanns nieder. Die Stadt Perleberg und der Lotte Lehmann verbundene Freundeskreis gedachten mit Kränzen der gefeierten Opern-Diva.

Bürgermeisterin Annett Jura erinnerte daran, dass Lotte Lehmann ihrem Wunsch entsprechend auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt wurde. Der Stein trägt die Worte Richard Strauß: „Sie sang, dass es die Sterne rührte.“ Und diese Worte finden sich auf der Büste Lotte Lehmanns in Perleberg wieder. Ein Todestag sei zwar ein trauriges Ereignis, sagte Annett Jura, aber Lotte Lehmann sei in ihrer Geburtsstadt wieder gegenwärtig. Ein Todestag mache aber auch bewusst, dass die Zeit auf der Erde endlich ist und es das Ziel sein müsse, etwas „hier zu hinterlassen.“ „Lotte Lehmann hat uns ihre Leidenschaft für die klassische Musik hinterlassen“, sagte die Bürgermeisterin. „Das ist ein wunderbares Signal, das wir weitertragen.“

Karan Armstrong (v. r.) am Flügel von Lotte Lehmann, rechts neben ihr Restaurator Henry Richter. Es spielt Scott Curry. Quelle: Beeskow

Angelo Raciti, der Künstlerische Leiter der Lotte-Lehmann-Woche und der Lotte-Lehmann-Akademie, äußerte sich euphorisch angesichts der hiesigen Wiederentdeckung: „Auch in ihrer Geburtsstadt ist ihr Geist wieder lebendig.“ 1951 verabschiedete sich Lotte Lehmann in einem Konzert in New York von ihrem Publikum. „Sie dachte, sie geht“, sagte Angelo Raciti“, aber sie ist wiedergekommen.“ In ihren Schülern lebte ihre Auffassung von Musik weiter. Mit ihrem Tod sei Lotte Lehmann lediglich durch eine Tür gegangen, um danach weiter in Erscheinung zu treten. Angesichts eines strahlenden blauen Himmels und der Worte von Thomas Mann, der Lotte Lehmann als „Frau Sonne“ bezeichnete, sagte Angelo Raciti im Kreis der Teilnehmer der Lotte-Lehmann-Woche: „Heute ist sie wieder hier.“

Klavierbauer beschreibt seine Arbeit am Lehmann-Flügel

An der 19. Lotte-Lehmann-Woche, die am Freitag begann, nehmen 28 Sänger und Sängerinnen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren teil. Sie kommen aus Japan, China, Island, Oranienburg oder auch aus Pritzwalk. Im Unterschied zur Akademie, die schon ausgebildeten Sängern vorbehalten ist, kann jeder Sangesfreudige an den Kursen der Woche teilnehmen.

Anschließend an die Gedenkminuten stellte der Klavierbauer Henry Richter im Gebäude der Lotte-Lehmann-Akademie am Großen Markt den restaurierten Flügel vor, an dem die große Sängerin in Santa Barbara (Kalifornien) ihre Schüler unterrichtete. Karan Armstrong, die auch zugegen war, erinnerte sich. „An diesem Flügel habe ich ihr vorgesungen. Und manchmal hat Lotti auch mitgesungen.“

Der Flügel der Firma William Knabe aus Baltimore, der zwischen 1945 und 1950 gebaut wurde, kam 2006 als Geschenk nach Perleberg. Henry Richter zählte nun die Arbeiten auf, die für die Aufarbeitung nötig waren. Saiten, Hammerköpfe und viele Kleine Teile erneuerte der Klavierbauer. Akademie-Pianist Scott Curry war es dann vergönnt, als Erster den Flügel zum Klingen zu bringen.

Am Abend dann gestalteten die Teilnehmer der Akademie eine Gala zu Ehren Lotte Lehmanns. Annett Jura eröffnete das Konzert im „Deutschen Kaiser“.

Von Michael Beeskow

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