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Gefahr beim Abbiegen von der B 103

Dannenwalde Gefahr beim Abbiegen von der B 103

Die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises Prignitz sieht keinen Grund für eine Geschwindigkeitsbegrenzung am Abzweig von der Bundesstraße 103 nach Dannenwalde. Einwohner des Ortes finden aber, dass es dort gefährlich ist, gerade weil 100 km/h gefahren werden darf.

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Am Abzweig nach Dannenwalde darf 100 km/h gefahren werden.

Quelle: Sandra Bels

Dannenwalde. Wenn Carola Gritzka nach Hause fährt, gehen ihr am Abzweig nach Dannenwalde von der Bundesstraße 103 aus immer wieder die gleichen Gedanken durch den Kopf. „Warum wird hier die Geschwindigkeit nicht auf 70 km/h gedrosselt? Woanders macht man das doch auch auf Bundesstraßen oder es wird eine Linksabbiegerspur gebaut.“ Diese Frage stellte die Dannenwalderin auch am MAZ-Lesertelefon. Sie sagte: „Man muss sich wundern, dass dort noch nichts passiert ist.“

Carola Gritzka hält den Kurvenbereich für gefährlich, zumal man beim Abbiegen auch in einen sehr dunklen Bereich fährt, denn es beginnt gleich ein Waldstück. Das Problem trägt die Dannenwalderin schon länger mit sich herum. „Aber man weiß ja nicht, an wen man sich wenden soll“, sagt sie. Die MAZ hat deshalb bei der Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises Prignitz nachgefragt. Auskunft dazu gab Anja Autzen. Sie leitet den Sachbereich Ordnung, Verkehr und Bußgeldstelle und erklärt, dass die Grundlage für Geschwindigkeitsbeschränkungen der Paragraf 45 Satz 1 der Straßenverkehrsordnung in Verbindung mit dem Paragrafen 45 Absatz 9 Satz 1 bilden. Demnach dürfen Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen nur dort angeordnet werden, wo es wegen der besonderen Umstände erforderlich ist und eine konkrete Gefahrenlage besteht. Diese Gefahrenlage muss einerseits auf die besonderen Verhältnisse vor Ort zurückzuführen sein und andererseits das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung von Leben und Gesundheit von Verkehrsteilnehmern sowie öffentliches und privates Sacheigentum erheblich übersteigen.

Behörde verweist zudem auf ausreichende „Sichtflächen“

Wie die Sachbereichsleiterin weiterhin erläutert, ist die Bundesstraße 103 im besagten Abschnitt in einem guten Ausbauzustand. Sie ist gut sieben Meter breit. Die Straße sei zudem von Kyritz bis nach Pritzwalk durchgängig gut ausgebaut. Deshalb sei die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch für den Bereich der Anbindung zur Kreisstraße 7009 in Richtung Dannenwalde auf 100 Stundenkilometer festgelegt worden. „Die erforderlichen Sichtflächen, die zur Auffahrt aus der untergeordneten Fahrtrichtung auf die B 103 nötig sind, wurden für die Kreisstraße geprüft und entsprechen den Festlegungen des Gesetzgebers“, sagt Anja Autzen.

Die Verkehrsbehörde schätzt die zudem Verkehrsdichte auf beiden Straßen als gering ein. „Ansiedlungen oder sonstige Gefahrenquellen, die einer besonderen Beurteilung durch uns bedürfen, gibt es in diesem Bereich nicht“, so die Sachbereichsleiterin. Sie sieht derzeit keine Gefahrenlagen, die ein Eingreifen der Straßenverkehrsbehörde zum Beispiel mit einer Geschwindigkeitsreduzierung in diesem Bereich erfordern würden.

Anja Autzen erklärt auch, dass alle Verkehrszeichen und Festlegungen zur Verkehrsregelung im Landkreis Prignitz in regelmäßigen Abständen von zwei Jahren bei der sogenannten Signalschau kontrolliert werden. Daran sind neben dem Landkreis auch die Polizei und die Straßenbaulastträger beteiligt. Zur Frage, an wen man sich wenden kann, wenn man Probleme sieht, sagt Anja Autzen: „Die Bürger können jederzeit ihre Anträge, Anmerkungen und Hinweise zur aktuellen Verkehrsbeschilderung an uns herantragen.“

Von Sandra Bels

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