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Gefühle, Gedanken und Fantasien

Wittenberge Gefühle, Gedanken und Fantasien

In der Wittenberger Galerie „Im Bilde” in der Turmstraße 17 gab es am Sonnabend ein besonderes Konzert. Der Duisburger Liedermacher Tom Liwa gab ein Solokonzert in der Wohnzimmeratmosphäre der Galerie. Tom Liwa ist ein Liedermacher, dessen Musik in kein Schema zu passen scheint.

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Der bekannte Liedermacher Tom Liwa spielte am Sonnabend in der Wittenberger Galerie „Im Bilde”.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. In der Wittenberger Galerie „Im Bilde” in der Turmstraße 17 gab es am Sonnabend ein besonderes Konzert. Der bekannte Duisburger Liedermacher Tom Liwa gab ein Solokonzert in der Wohnzimmeratmosphäre der Galerie. Tom Liwa ist ein Liedermacher und dennoch scheint seine Musik in kein Schema zu passen. Er singt von Gefühlen, Gedanken und Phantasien. Die Musik klingt mal getragen, mal rhythmisch poppig, auch Blueselemente sind hier und da zu finden. Die Beatles, Bob Dylan und Neil Young benannte der Musiker als seine Vorbilder. Jedoch hielt es ihn nicht davon ab, Kritik zu üben.

Jeder falsch, der was zu meckern hat

Vor zweieinhalb Jahren besuchte er ein Neil-Young-Konzert in der Berliner Waldbühne. „Hier ist jeder falsch, der was zu meckern hat”, war sein Eindruck vom Konzert, über das er ein Lied schrieb. 100 Euro kostete der Eintritt und Young bedankte sich nicht einmal für das viele Geld, monierte er unter anderem. „In der Shopping-Mall schließen die Läden. Lost Places schießen wie Pilze aus dem Boden”, lautet eine Zeile aus einem Lied mit dem Refrain „Die Zeit der Freaks ist vorbei”. Und natürlich brachte er auch sein wohl bekanntestes Stück „Für die linke Spur zu langsam” in einer akustischen gespielten Version als Zugabe zu Gehör. „Auch wenn ich ein bisschen wortkarg bin, ich fühle mich hier wohl”, versicherte er dem Publikum. Die rund 40 erschienenen Gäste dankten es ihm mit Applaus nach jedem Stück.

Wiedervereinigung der „Flowerpornoes”

1985 gründet Tom Liwa die Band „Flowerpornoes”. Bis zur vorläufigen Auflösung der Band im Jahr 1996 erschienen sieben Alben. Im Jahr 2000 präsentierte er mit „St. Amour” sein erstes Solo-Album. Der Titel „Julianastraat” schaffte es auf den Soundtrack zum Kinofilm „Die fetten Jahre sind vorbei”. Neben seinen musikalischen Aktivitäten gibt Liwa Songwriting-Workshops und schrieb das Buch „Songs”, das 2003 erschien. 2005 kommt es zur Wiedervereinigung der „Flowerpornoes”. „Es gab Ende 2013 einen Moment, an dem ich eigentlich so weit war, keine Platte mehr machen zu wollen, weil mir die gesamten Strukturen, in denen sich speziell die Popmusik, aber auch die Kunst allgemein heute bewegt, so zuwider waren, dass ich darin nicht mehr stattfinden wollte”, sagte er in einem Interview. Von seinem ambivalenten Gefühl dennoch weiterzumachen, handelt das 2015 veröffentlichte, aktuelle Album „Umsonst & Draußen”, das Tom Liwa erneut mit den „Flowerpornoes” aufnahm.

Von Jens Wegner

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