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„Gegenwind“ fordert Stadt zum Handeln auf

Bölzke „Gegenwind“ fordert Stadt zum Handeln auf

Vor 240 Meter großen Windrädern in unmittelbarer Nähe der Stadt Pritzwalk und ihrer Ortsteile warnt die Bürgerinitiative „Gegenwind“ aus Bölzke. Die Stadt Pritzwalk müsste ihre Einwände zum neuen Windeignungsplan-Entwurf bis 31. Juli geltend machen. Zudem müsse die Lärmbelastung der Anlagen gemessen werden, fordert Fariba Nilchian.

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In Bölzke herrscht „Gegenwind“ für weitere Windkraftanlagen bei der gleichnamigen Bürgerinitiative.

Quelle: MAZ-EBV

Bölzke. Schnelles Handeln ist erforderlich, wenn die Festlegungen im Regionalplan für Windeignungsgebiete noch entschärft werden sollen. Diese Meinung vertritt die Bürgerinitiative „Gegenwind“, zu deren Aktivistinnen Fariba Nilchian aus Bölzke gehört. Sie wies in der jüngsten Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung darauf hin, das die Einwendungsfrist für den neuen Windeignungsplan-Entwurf am 31. Juli endet. „Die Hohe Heide ist nach jetzigem Stand nicht mehr in den Planungen enthalten, was sicherlich auch an der kritischen Stellungnahme der Stadt Pritzwalk gelegen hat. Dafür möchte ich mich noch mal sehr bedanken“, sagte Fariba Nilchian. Doch damit sei die Gefahr noch nicht gebannt.

Abstand von lediglich 750 Metern zu Häusern vorgesehen

„Die geplanten Windeignungsgebiete in Kemnitz und Giesensdorf haben große Zonen, in denen auch neue Windräder einen Mindestabstand von nur 750 Meter zur Wohnbebauung haben sollen. Gefordert haben die Regionalräte vor einigen Jahren selber einen zehnfachen Abstand zu Wohnbebauung. Das ist selbst bei den Ausmaßen der alten Anlagen mit 150Meter nur die Hälfte ihrer eigenen Forderung. Die Windräder der neuen Generation sind bis zu 240 Metern hoch und wachsen weiter“, sagte Fariba Nilchian. Auch die Windeignungsgebiete im Stadtbereich würden noch einmal deutlich vergrößert. „Bei einem Rundumschwenk von der Umgehungsstraße kann man zehn Windparks gleichzeitig zählen, mit insgesamt wohl mehr als 100 Anlagen“, stellte die Bölzkerin fest. Diese Anlagen würden auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erhalten bleiben.

Schallemissionen der Anlagen müssten gemessen werden

Um Lärmbelastung ging es in einem weiteren Kritikpunkt: „Zu jeder Windkraftanlage muss ein Jahr nach Inbetriebnahme ein Schallgutachten erstellt werden. Wenn die Emissionen nicht im Normbereich sind, müssen die Anlagen zum Schutz der Anwohner zeitweise oder auch ganz ausgeschaltet werden.“ Fariba Nilchian fragt, ob Schallgutachten zu den Windkraftanlagen im Stadtgebiet erstellt wurden und ob die Anlagen die vorgeschrieben Grenzwerte einhalten. Geschäftsbereichsleiter Dietmar Sachs, der für den krankheitsbedingt fehlenden Bürgermeister und seinen terminbedingt fehlenden Stellvertreter sprach, sagte: „Für die Einhaltung der Lärmschutzauflagen ist das Landesamt für Umweltschutz als Genehmigungsbehörde zuständig.“ Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Klaus-Peter Garlin (CDU) dankte der Bürgerinitiative. „Wir müssen das Thema unbedingt beraten“, sagte er. Einen ersten Einwendungstisch gibt es am Sonnabend von 15 bis 17 Uhr im Café Bölzke.

Von Andreas König

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