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Prignitz Gehölzschnittkurs in Jabel
Lokales Prignitz Gehölzschnittkurs in Jabel
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00:26 20.01.2016
Eberhard Banse erläutert den Baumschnitt wie ein Dirigent. Quelle: Christamaria Ruch
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Jabel

Kirschen schmecken – aber wenn die Bäume nicht richtig geschnitten werden, fangen die Sorgen an. „Kirschen sind starkwüchsig und deshalb immer problematisch in der Pflege“, sagt Eberhard Banse. Der Hobbygärtner aus Meyenburg ist leidenschaftlich, wenn es um Gehölzpflege geht: „Es ist schrecklich, wenn in vielen Gärten ohne Kenntnis einfach drauflos geschnitten wird und dann irreparable Schäden an den Obstbäumen auftreten.“

Grundregel für den Gehölzschnitt: Erst nachdenken, dann schneiden. Quelle: Christamaria Ruch

Am Sonnabend begann im Sonntagscafé An der grünen Oase in Jabel eine dreiteilige Seminarreihe zum Rosen- und Obstbaumschnitt sowie zur Vermehrung. Rosenfreund Eberhard Banse leitet den Kurs und gibt dabei sein Wissen an andere Gartenfreunde weiter. Seit sieben Jahren setzt er die Säge an seinen Obstgehölzen an, machte viele Fehler, besuchte Seminare und tauchte immer tiefer in die Materie ein. Mittlerweile gibt er sein Wissen an andere weiter.

Zehn Besucher tauschten sich über den richtigen Gehölzschnitt aus. Dabei streiften sie mit Eberhard Banse drei Stunden durch den Garten; die Theorie vermittelte er vor Ort. Schon bei der ersten Süßkirsche blutete sein Herz: „Drei große Wasserschosse sitzen auf dem Baum und sehen aus wie eigene Bäume.“ Wasserschosse wachsen aus dem Inneren der Baumkrone senkrecht nach oben und tragen keine Früchte. Außerdem nehmen sie dem Baum viel Energie, die sonst etwa in Fruchttriebe investiert werden kann. „Ein Baum kann gerettet werden, wenn alles entfernt wird, was nicht richtig wächst“, so ein Grundsatz von Banse. Auch der benachbarte Kirschbaum ist das Opfer von falschem Schnitt. Der Haupttrieb wurde vor Jahren gekappt und viele Seitentriebe konkurrieren nun um das beste Licht. Aufgerissene Äste sind ebenfalls Folge eines falschen Schnittes.

Drei bis vier Haupttriebe sollten in jeder Baumetage bleiben. Quelle: Christamaria Ruch

Am zehn Jahre alten Apfelbaum auf der Streuobstwiese zeigte dann der 61-jährige Eberhard Banse, wie eine richtige Ansprache am Baum erfolgt. „Zuerst in gutem Abstand einmal um den Baum herum gehen.“ Wie ein Dirigent hob und senkte er die Arme und erklärte gestenreich, wie und wo geschnitten wird. Ziel soll eine Pyramidenform sein. Auch die Saftwaage spielt eine große Rolle. Das bedeutet, dass Äste und Astlängen symmetrisch am Baum verteilt sind. Mitunter kann ein Ast auch mit Hilfe eines Steines herab gezogen und somit ins Gleichgewicht gerückt werden. In mehreren Etagen wird der Baum durchforstet. „Drei bis vier Haupttriebe sollen jeweils in alle Richtungen wachsen“, sagte er. Schon setzte er die Schere an und entfernte den schwächsten Nebentrieb. „Ich habe schon einiges hier vor Ort gelernt“, so Christiane Siebert aus Wittstock. Gemeinsam mit ihrem Mann Winfried besuchte sie das Seminar. „Die allgemeinen Schnittregeln sind mir bekannt, aber trotz der Fachbücher bleiben immer Fragen offen“, räumte sie ein. Auch Gudrun und Rainer Kröger aus Putlitz schulten sich nun weiter. „Meine Frau schneidet immer radikal und ich bin eher der zögerliche Typ.“

Service: Die Kursreihe in Jabel wird am 16. April und 16. Juli jeweils ab 10 Uhr fortgesetzt.

Von Christamaria Ruch

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