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Prignitz Geld fließt in die Löschteiche
Lokales Prignitz Geld fließt in die Löschteiche
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15:18 21.02.2018
Das kleine Spritzenhaus in Burow soll dieses Jahr für rund 30 000 Euro von außen saniert werden, erklärt Peter Jonel. Quelle: Beate Vogel
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Burow/Hülsebeck

Geradezu winzig mutet das alte Spritzenhaus im Pirower Gemeindeteil Burow an. Über den unverputzten Ziegelmauern thront ein hölzerner Schlauchturm. Das etwa 100 Jahre alte Gebäude soll in diesem Jahr eine neue Außenhülle bekommen. „Die Feuerwehr Burow-Bresch ist sehr aktiv“, erklärt Ordnungsamtsleiter Peter Jonel, der im Amt Putlitz-Berge auch für den Brandschutz zuständig ist. So seien die fünf, sechs Kameraden in Burow ständig einsatzbereit, während Brandschützer in anderen Dörfern mitunter auswärts arbeiten und nicht immer verfügbar sind. Auch einen Feuerwehrverein gebe es in Burow. Bei den großen Entfernungen im Amtsbereich ist jede noch so kleine Feuerwehr wichtig, betont Jonel.

Mit dem Amtshaushalt für 2018, den die Putlitz-Berger noch im vergangenen Jahr verabschiedet hatten, seien auch Investitionen im Bereich Brandschutz beschlossen, so der Ordnungsamtsleiter. Unter anderem die Sanierung des Feuerwehrgerätehaus in Burow: „Wir wollen das Dach und die Fassade machen und die Toreinfahrt etwas vergrößern.“ Gerade liefen die Ausschreibungen für die Arbeiten, danach folge die Vergabe. „Die Burower Kameraden haben zudem zugesagt, dass sie auch Eigenarbeit leisten werden, wo es möglich ist.“ Rund 30 000 Euro sind für die Baumaßnahme veranschlagt.

Dach des Feuerwehrhauses in Lockstädt wird repariert

Im Investitionsplan für den Bereich Brandschutz steht für 2018 außerdem die Reparatur des Daches auf dem Feuerwehrgerätehaus in Lockstädt (Stadt Putlitz) für etwa 8000 Euro sowie die Sanierung des Löschwasserteiches im Berger Gemeindeteil Grenzheim für 15 000 Euro. „Der Teich war lange trocken, hat aber seit dem vergangenen Herbst wieder Wasser“, erklärt Jonel. Er liege sehr günstig mitten im Dorf.

Die Feuerwehr ist auf ein dichtes Netz an Löschwasserquellen angewiesen, so der Ordnungsamtsleiter. „Im Umkreis von 300 Metern muss innerorts Löschwasser vorgehalten werden.“ Dafür müssen die Gemeinden sorgen. Das können Hydranten sein oder eben Löschteiche. Auch natürliche Gewässer wie Bäche oder Seen können im Notfall als Löschwasserquelle dienen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Amt Putlitz-Berge in verschiedene Brandschutzmaßnahmen investiert. So wurde für 12 000 Euro der Löschteich im Pirower Ortsteil Hülsebeck saniert. Der Teich musste laut Jonel zunächst entschlammt werden, bevor sich die Wittstocker Firma Erd- und Wasserbau an die Reparatur machen konnte. Der Teich war mit inzwischen gebrochenen Betonplatten ausgelegt und undicht. Zusätzlich gibt es in Hülsebeck am gegenüber liegenden Gerätehaus eine Wasserpumpe, mit der der Teich in trockenen Jahren wieder aufgefüllt werden könnte.

Löschwasserversorgung verbessert

An der Schule in Berge konnte im vergangenen Jahr ebenfalls eine Schwachstelle in der Löschwasserversorgung ausgebessert werden. „Wir haben die alte Kläranlage ausgebaut, die jetzt über 200 Kubikmeter Löschwasser fasst“, so der Amtsleiter. Dafür wurden etwa 3000 Euro ausgegeben. Aus Jonels Sicht ist der Standort an der Schule besonders wichtig.

Die größte Investition im Haushaltsjahr 2017 im Bereich Brandschutz war indessen ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Feuerwehr in Neuhausen (Gemeinde Berge). Das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W kostete 135 000 Euro und konnte mit 65 000 Euro gefördert werden. Auch die Freiwillige Feuerwehr Neuhausen sei eine sehr aktive Truppe und dank der günstigen Arbeitsverhältnisse der Kameraden gut einsatzfähig. „Die Wehr ist für uns sehr wichtig. Sie fahren im Ernstfall nicht nur bis Berge, sondern auch nach Karstädt oder ins Mecklenburgische hinein.“

Von Beate Vogel

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