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Geld für die Sanierung der Saldernschen Särge

Bad Wilsnack Geld für die Sanierung der Saldernschen Särge

Staatssekretärin Ulrike Gutheil übergab am Freitag dem Förderverein der Wilsnacker Wunderblutkirche 50 000 Euro für die Sanierung der Saldernschen Särge. Die Gebeine von mindestens neun Angehörigen der Familie waren zum Teil in Prunksärgen, zum Teil in einfacher gehaltenen Särgen in der Gruft der Familie in der Kirche aufbewahrt worden.

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Freuen sich über Fördermittel für die Sanierung der Särge (v. l.): Christian Richter, Ulrike Gutheil, Anna Trapp und Lars Mack.

Quelle: Andreas König

Bad Wilsnack. Sicher ist es historisch wichtig, die Begräbniskultur des Prignitzer Adels zu kennen, doch für die Bad Wilsnacker Pfarrerin Anna Trapp ist mit dem Fördermittelbescheid noch viel mehr verbunden. „Ich bin so froh“, sagte sie am Freitag der Staatssekretärin Ulrike Gutheil aus dem brandenburgischen Kulturministerium, „dass die Toten endlich Ruhe finden“. Es geht um die Gebeine von mindestens neun Angehörigen der Familie von Saldern. Sie waren zum Teil in Prunksärgen, zum Teil in einfacher gehaltenen Särgen in der Gruft der Familie in der Bad Wilsnacker Wunderblutkirche aufbewahrt worden.

Die Särge sind teilweise in einem beklagenswerten Zustand

„Aufgestapelt“, sagt Anna Trapp dazu. Während der umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Wunderblutkirche wollte man den – nicht nur aus Sicht der Pfarrerin und des Gemeindekirchenrats – unwürdigen Zustand beenden. Wo genau die Gebeine der Toten bestattet werden, ist noch nicht ganz klar. Derzeit befinden sich sowohl die Särge als auch die Gebeine auf der Gesellenempore. Die Särge sind teilweise in einem beklagenswerten Zustand. Für ihre Restaurierung und Konservierung soll das Fördergeld dienen. Wie genau die Gemeinde künftig mit den Toten umgeht, ist noch nicht endgültig geklärt. Der Wunsch von Pfarrerin Trapp ist es, sie zu bestatten.

Die Staatssekretärin an einem der von Saldernschen Prunksärge in der Wunderblutkirche

Die Staatssekretärin an einem der von Saldernschen Prunksärge in der Wunderblutkirche.

Quelle: Andreas König

„Das kann ich gut verstehen“, sagte Staatssekretärin Ulrike Gutheil. Der Gast aus Potsdam zeigte sich tief beeindruckt von dem altehrwürdigen Gotteshaus. Gegenwärtig neigt sich die Arbeit an der Fassade dem Ende zu, aber wenn das geschafft ist, geht es im Inneren der Kirche weiter. „Wie wunderschön“, entfuhr es der Staatssekretärin ein ums andere Mal.

Eine besondere Atmosphäre herrscht in Bad Wilsnack

Inzwischen habe das Großprojekt Sanierung der Wunderblutkirche in Potsdam viele Fürsprecher und Unterstützer, sagte Ulrike Gutheil dem kleinen Empfangskomitee. Dazu gehörte auch Bauplaner Axel Seemann, der die Planung der Arbeiten gemeinsam mit Dombaumeisterin Regine Hartkopf aus Naumburg für die Sanierung der Kirche betreut. Er lobte die gute Atmosphäre, die in der Stadt herrscht. „Wir bewegen uns ja außerhalb der Kirche sofort auf städtischem Gebiet“, sagte er. „Man merkt, dass hier eine ganz besondere Atmosphäre herrscht“, sagte die Staatssekretärin.

In den nächsten Wochen werden Regina und Andreas Ströbl von der Forschungsstelle Gruft aus Lübeck in Bad Wilsnack Quartier nehmen. Sie werden die Särge größtenteils an Ort und Stelle sanieren, damit sich die klimatischen Bedingungen nicht wesentlich ändern.

Von Andreas König

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