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Gelungener Auftakt zur 725-Jahrfeier

Blesendorf Gelungener Auftakt zur 725-Jahrfeier

Zeppeline, Wunderbäume, Raufereien mit der Obrigkeit – Die Blesendorfer haben in den vergangenen 725 Jahren so manch Kurioses erlebt. Darüber berichtete der Historiker Wolfgang Dost am Mittwochabend in der Dorfkirche. Seine Ausführungen stießen auf reges Interesse der Dorfbewohner, denn die Kirche war an dem Abend so voll wie lange nicht mehr.

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Mit musikalischen Einlagen bereicherte das Musikerduo „Die Zwei von Nebenan“, alias Ina Schwarz (l.) und Monika Pehlgrim das Programm.

Blesendorf. „Der Pfarrer hätte Tränen in den Augen, wenn er das hier sehen würde“, scherzte Blesendorfs Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek am Mittwochabend als er in die vollen Reihen der Dorfkirche blickte. Zufrieden stellte er fest, dass die Auftaktveranstaltung zur 725-Jahrfeier des Ortes auf reges Interesse der Einwohner und auch Besucher von Außerhalb gestoßen war. „Es wäre schön, wenn wir am Wochenende mal wieder alle miteinander feiern können“, sagte Hlouschek.

Doch bevor das am Samstag ab 10.30 Uhr losgehen wird, erfuhren die Gäste am Mittwoch aber zunächst etwas über die Geschichte ihres Dorfes. Der Wittstocker Historiker reiste tief in die Vergangenheit zurück, zweifelte sogar an, dass Blesendorf „nur“ 725 Jahre alt ist. „Ersterwähnungen beruhen oft auf Zufällen, nämlich immer dann, wenn irgendetwas passiert ist“, erklärte er und verwies gleichzeitig auf die lückenhafte Chronik des Ortes, in der zum Teil über 120 Jahre hinweg keinerlei Eintragungen zu finden waren.

Wolfgang Dost (l) hatte allerhand Historisches zu berichten

Wolfgang Dost (l.) hatte allerhand Historisches zu berichten.

Quelle: Christian Bark

Dafür hatte sich Dost jedoch die Mühe gemacht, allerhand Kuriositäten aus der Geschichte des Dorfes zu erwähnen. So über die für ihre Widerspenstigkeit bekannten Bauern. Diese sollen den Stiftshauptmann von Heiligengrabe in der Vergangenheit mehrfach „peinlich berührt“ haben. „Das wäre in unserer heutigen Zeit wahrscheinlich moderner Telefonterror“, scherzte Dost. Auch kam er auf den vermeintlichen Wunderbaum des Ortes, eine knorrige Eiche, die Menschen auf sagenhafte Weise kurierte, zu sprechen. „Die war 1683 Teil einer Auseinadersetzung zwischen dem Herzog von Mecklenburg und dem brandenburgischen Kurfürsten“, erklärte er. Doch im selben Jahr soll dann Schluss mit den „abergläubischen“ Kuren für Kranke gewesen sein – der Baum wurde gefällt.

Auch die große weite Welt sei den Blesendorfern nicht verschlossen gewesen. So hätten die Bewohner bis in die 60er Jahre noch über den Bahnhof Volkwig bis nach Berlin gelangen können. Der Blick auf einen 1930 das Dorf überfliegenden Zeppelin sei den Blesendorfern allerdings verwehrt geblieben, da zu der Zeit gerade Messe in der Kirche gehalten wurde und der Pfarrer diese nicht unterbrach. Mit Blick auf vergangene und gegenwertige Leistungen motivierte Dost sein Publikum: „Blesendorfer, weiter so!“ Zusätzlich motiviert wurden diese auch durch die musikalischen Einlagen des Duos „Die Zwei von Nebenan“ aus Blandikow. Ina Schwarz und Monika Pehlgrim brachten auch das Publikum zum Mitsingen.

Von Christian Bark

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