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Gemeinde Marienfließ feiert Jubiläum

Frehne Gemeinde Marienfließ feiert Jubiläum

Auch 15 Jahre nach der Gemeindegebietsreform lassen sich die Dörfer der Großgemeinde Marienfließ gegenseitig viele Freiräume. Konkurrenz untereinander wird eher sportlich gesehen, dafür werden die Gemeinsamkeiten bei Jubläumsfesten gefeiert.

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Mächtige Eichen bilden einen Blickfang an den beiden Ortseingängen von Frehne.

Quelle: Claudia Bihler

Frehne. Nicht aus vollständiger Überzeugung, aber aus dem Bewusstsein heraus, dass weiteres Abwarten nur dazu geführt hätte, dass die Dörfer der heutigen Gemeinde Marienfließ einfach eingemeindet worden wären, wurde im Jahr 2002 die neue Großgemeinde ins Leben gerufen. Die Ortschaften Jännersdorf, Frehne, Krempendorf und Stepenitz sind damit der Gemeindegebietsreform im Jahr 2003 zuvor gekommen, weshalb die Großgemeinde bereits in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiern kann.

„Wir feiern zu jedem Jubiläum in einem anderen Ort“, sagt der Frehner Ortsvorsteher und Vizebürgermeister der Gemeinde Marienfließ Burkhard Freese, dessen Dorf in diesem Jahr der Gastgeber der Feier ist, an der auch alle anderen Dörfer teilnehmen werden. Mit typischem Prignitzer Humor fügt er dann hinzu: „Mal sehen, ob wir die nächsten Jubiläen auch noch feiern können, man weiß ja nie mit all den Reformen, die uns noch bevorstehen.“

Im Rückblick bewertet er die Gemeindegebietsreform und den Zusammenschluss der Dörfer weder als negativ noch als positiv: „Im Prinzip lassen wir uns all unsere Eigenheiten, auch auf den Ortsschildern steht nach wie vor der Name der Dörfer.“ Zudem war den Dörfern der Zusammenschluss auch aus einem anderen Grund etwas leichter gefallen, als dies ansonsten die Regel war. Die Agrargenossenschaften Frehne 1 und 2 bewirtschafteten bereits damals die Flächen auch rund um die anderen Dörfer, was bis heute im Wesentlichen gleich geblieben ist, bis auf den Umstand, dass später alle Flächen an die inzwischen insolvente KTG verpachtet wurden und heute von der Nachfolgerin, der Zech-Stiftung, bewirtschaftet werden.

Burkhard Freese ist der Ortsvorsteher von Frehne

Burkhard Freese ist der Ortsvorsteher von Frehne.

Quelle: Claudia Bihler

Wesentlich größer als heute mit seinen zehn Mitgliedern war der Gemeinderat von Marienfließ damals noch: „Alleine aus Frehne haben wir zehn oder elf Vertreter in das Gremium geschickt.“ Auch zur Wahl des Bürgermeisters hatte es zahlreiche Bewerber gegeben, so dass zu Weihnachten Stichwahlen stattfinden mussten: Vier Kandidaten waren angetreten.

Stichwahlen gibt es nach wie vor: Gegeneinander traten auch beim letzten Mal wieder Burkhard Freese und Ralf Knacke an – allerdings tragen die eher sportlichen Charakter: „Ich mag Ralf Knacke“, sagt Freese, der „nur“ auf Platz zwei gekommen ist: „Stepenitz hat eben mehr Einwohner als Frehne.“ Immerhin vereint der Ortsvorsteher von Frehne hinsichtlich der Stimmen zwei Sitze im Gemeinderat: „Wahrnehmen kann ich das nicht, abstimmen darf ich nur einmal.“

Dass die Gemeinde so gut funktioniert, liegt unter Umständen auch daran, dass sie sich gegenseitig möglichst viel Freiraum lassen. So stellt etwa jedes Dorf eine eigene Prioritätenliste für Baumaßnahmen auf. In Frehne stand dabei der Bau des Ortstreffs im Mittelpunkt, der inzwischen Mittelpunkt vieler Feiern im Dorf ist, von der Weihnachtsfeier bis zum Osterfeuer, Auftakt wird alljährlich mit der Frauentagsfeier gemacht. Am Ortstreff wird auch das Jubiläum der Großgemeinde gefeiert: „Weil wir im Ortstreff jedoch nur rund 100 Plätze haben, werden wir zur Feier am 8. Juli ein Festzelt aufstellen“, sagt Freese und verrät, dass die Feier am 7. Juli abends mit einer Grillparty beginnt, zu der die Jagdpächter für Schwein am Spieß sorgen werden, bevor es am nächsten Tag mit dem Programm weitergeht, auf das sich die Kinder freuen können – etwa können sie mit der Unterstützung der Frehner-Meyenburger Schützengilde mit Pfeil und Bogen schießen. Für die Kinder im Dorf sorgt Frehne gerne regelmäßig: Alljährlich wird für den großen Spielplatz ein neues Gerät angeschafft: 2016 war ein Rodelberg aufgeschüttet worden.

Von Claudia Bihler

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