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Prignitz Gemeinde nimmt Stellung zu Windkraft
Lokales Prignitz Gemeinde nimmt Stellung zu Windkraft
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18:51 05.07.2017
Protest gegen neue Windräder in der Region. Quelle: Andreas König
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Gumtow

Bis zum 31. Juli hat die Gemeinde Gumtow Zeit, ihre Stellungnahme zum 2. Entwurf des Regionalplans „Freiraum und Windenergie“ einzureichen. Der Hauptausschuss beschäftigte sich bereits mit der Stellungnahme, die Bürgermeister Stefan Freimark ausgearbeitet hat. Auch einige Ortsbeiräte haben die Pläne schon diskutiert.

Für Schönebeck sprach Ortsvorsteher Bodo Schulz. „Hier ist keine Erweiterung gewollt“, sagte er. Der Ort sei bereits stark belastet durch die vorhandenen Anlagen. „Wir sollten in unserer ­Stellungnahme eine 10-H-Regelung fordern, schon allein wegen der weiteren Höhenentwicklung der Windkraftanlagen“, so Schulz. Die Regelung bedeutet, dass ein Mindestabstand vom 10-fachen der Höhe der Windkraftanlagen zu Wohngebäuden einzuhalten ist. Einige Ortsbeiräte müssen den Beschlussvorschlag noch diskutieren.

Mindestabstand von 1000 Metern zu den nächsten Wohnhäusern

In Freimark’s Stellungnahme heißt es, dass Waldgebiete nicht in Windeignungsgebiete einbezogen werden sollen. Die Gemeinde spricht sich außerdem dafür aus, dass die Höhe der neuen Anlagen auf 150 Meter begrenzt werden soll. Außerdem fordert sie einen Mindestabstand von 1000 Metern zu den nächsten Wohnhäusern. Dieser werde bereits jetzt in einigen Gebieten unterschritten.

Die Beschlussvorlage listet alle Windeignungsgebiete auf, von der die Gemeinde betroffen ist. Keine Einwände gibt es zum Beispiel im Gebiet Boddin, Klein Woltersdorf, Schönebeck und Netzow, Söllenthin, Vehlin.

Windeignungsgebiet Breddin, Kötzlin, Stüdenitz

Das Windeignungsgebiet Breddin, Kötzlin, Stüdenitz soll im nördlichen Bereich verkleinert werden. Damit würde das Windeignungsgebiet bei Barenthin künftig wegfallen. Dagegen hat die Gemeinde keine Einwände. Die gibt es auch nicht im Gebiet Demerthin, Gantikow. Abgelehnt wird hingegen die Erweiterung des Windeignungsgebietes Groß Welle – Kletzke im nordöstlichen Bereich. Dort stehen bereits zahlreiche Anlagen. Weitere könnten durch die Neuausweisung zusätzlicher Flächen gebaut werden. Freimark schreibt, dass die Vorbelastung für den angrenzenden Siedlungsbereich schon jetzt erheblich ist. Durch die Erweiterung des Gebietes werde sich die Belastung verstärken.

Für den südwestlichen Bereich des Windeignungsgebietes Groß Welle – Kletzke westlich der Bundesstraße 107 sollte die Grenze verändert werden, wird in der Stellungnahme mitgeteilt. Die Gemeinde will, dass die Grenze des Eignungsgebietes im Regionalplan deckungsgleich mit der Grenze des Flächennutzungsplanes ist. Ansonsten würde in dem Bereich ein Graben liegen, zu dem Windkraftanlagen einen bestimmten Abstand haben müssen. Bleibt alles so, wie es ist, könnten dort keine Türme gebaut werden und die zusätzliche Fläche wäre für die Windenergienutzung kaum geeignet, so die Einschätzung der Gemeinde Gumtow.

Gemeindevertreter tagen am 11. Juli

Die Stellungnahme wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses einstimmig zum Beschluss empfohlen. Die Gemeindevertreter haben jetzt das letzte Wort. Sie tagen das nächste Mal am 11. Juli ab 19 Uhr im Versammlungsraum der ­Gemeindeverwaltung Gumtow.

Dann geht es auch noch einmal um die von der Deutschen Post geplante Anpassung der Postleitzahlen und Postanschriften in der Gemeinde, die bereits vom Hauptausschuss abgelehnt worden war. Außerdem wird über den geplanten Beitritt der Gemeinde Gumtow zum Wasser- und Abwasserverband „Dosse“ entschieden. Dazu gibt es einen ­Änderungsantrag, der den Termin des Beitritts offen lassen soll.

Von Sandra Bels

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