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Prignitz Gemeindefest zum 500-jährigen Bestehen
Lokales Prignitz Gemeindefest zum 500-jährigen Bestehen
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00:17 19.07.2017
Rund um den Brunnen und um den gesamten Rundling tauschten die Ellershagener mit ihren Gästen Geschichten aus. Quelle: Beate Vogel
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Ellershagen

Mit einer großen Torte, die Ansichten von Ellershagen zeigte, gratulierten die Ortsteile von Halenbeck-Rohlsdorf (Amt Meyenburg) am Samstag zum 500-jährigen Bestehen des Dorfes. Gemeindebürgermeisterin Astrid Eckert überreichte sie an Volker Sips, der als Vertreter von Ellershagen im Gemeinderat sitzt.

„Das letzte Dorffest von Ellershagen ist wohl 20 Jahre her“, meinte Eckert. Seit gut einem Jahr fanden sich die Dorfbewohner nicht zuletzt zur Vorbereitung des Jubiläums regelmäßig zusammen. Im Herbst gab es eine Pflanzaktion, dieses Frühjahr gründete sich die Interessengemeinschaft „Wir gemeinsam“. Eckert bedankte sich besonders bei Kerstin Wernicke vom Organisationskomitee, die in den „Ellershagener Neuesten Nachrichten“ alle auf dem Laufenden hielt. Das allgemeine Engagement war auch beim Fest am Samstag zu spüren: Viele Einwohner hatten ihre Höfe geöffnet und boten kleine Dinge an, hier sogar Kaninchen.

1517 erstmals schriftlich erwähnt

Hella Dibbert aus Rohlsdorf hatte bereits im Vorfeld des Jubiläums eine Chronik über Ellershagen angefertigt, aus der sie Auszüge verlas „1517 wurde es als Eldershagen erstmals erwähnt.“ Damals sei das Dorf Eigentum derer zu Prignitz von Fincken in Mecklenburg gewesen. Ab 1615 übernahmen es die von Rohr zu Penzlin, ab 1773 war Ellershagen ein Allodialgut, also lehensfrei. Um 1820 wurde das Gutshaus gebaut. Der letzte Gutsherr war von 1872 bis 1944 Otto Wodarg. Ab 1936 wurde das Gut von Tiedt und Balzer verwaltet.

Bürgermeisterin Astrid Eckert übergab Volker Sips stellvertretend für die Gemeindeteile eine tolle Jubiläumstorte. Quelle: Beate Vogel

An diese erinnert sich noch Renate Kersten, geborene Lauenstein. Die 80-Jährige war aus Potsdam angereist. „Mein Vater Hermann Lauenstein war Inspektor auf dem Gut.“ Als wäre es gestern gewesen, erzählte sie davon, als die Russen 1945 nach Ellershagen kamen. „Kurz zuvor war eine große Nazi-Limousine ins Dorf gefahren und die Männer hatten gefragt, wer hier die weiße Fahne gehisst hat.“ Es sei ihr Vater gewesen, den die Nazis daraufhin aufforderten, sein eigenes Grab zu schaufeln. Das Unglück wurde abgewendet. Doch das Geschehen, das Renate Kersten als Achtjährige hatte ansehen müssen, brannte sich ein. Auch Achim Balzer, dessen Pflegevater Ernst-Albert Balzer mit Lauenstein die Bodenreform umgesetzt habe, konnte Geschichten erzählen.

Rund um den neu gestalteten Brunnen, der abends beleuchtet wird, tauschten die Festgäste noch viele Geschichten aus. Die Chronik von Ellershagen soll übrigens mit den Chroniken aller anderen Ortsteile in der künftigen Heimatstube in Brügge ausgestellt werden, wenn dort das Gemeindehaus saniert ist, kündigte Astrid Eckert an.

Von Beate Vogel

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