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Prignitz Gemeinschaftshaus und Volleyballplatz
Lokales Prignitz Gemeinschaftshaus und Volleyballplatz
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00:17 28.08.2016
Margit Vogel: „Der heutige Volleyballplatz auf Gemeindeland war das wichtigste Projekt des Heimatvereins.“ Quelle: Claudia Bihler
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Steffenshagen

Ob es die Grünanlagen im Dorf sind oder die Restaurierung der Kirche: Es gibt kaum einen öffentlichen Bereich in Steffenshagen, in dem der Heimatverein nicht aktiv ist. 41 Mitglieder hat der Verein, vor einigen Jahren waren es auch schon mal über 50: „Aber das schwankt immer ein wenig“, meint Margit Vogel, Ortsvorsteherin und Vereinsvorsitzende. Sie ist stolz darauf, dass das Dorf mit dem Heimatverein so eine engagierte Gruppe Menschen hat, die sich für das Dorf einsetzen: „Überall ist das nicht so.“

Als sich der Verein im April 1998 gründete, da gehörte Steffenshagen noch zum Amt Pritzwalk-Land und war eine eigenständige Gemeinde. Auch, wenn die Ortsvorsteherin im Nachhinein weiß, dass das Dorf vor der Eingemeindung 2003 durchaus auch sein gut gefülltes Bankkonto hätte ausgeben können, ist sie generell zufrieden: „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt.“ Dass Steffenshagen aber einmal selbstständige Gemeinde mit einem engagierten Heimatverein war, habe dem Dorf im Nachhinein dennoch einige Vorteile gebracht.

Alles oder nicht

„Wir konnten mit dem Verein viele Aufgaben erledigen, von denen das Dorf heute noch profitiert“, sagt Margit Vogel. Und führt als wichtigstes Projekt den Volleyballplatz an. Ursprünglich standen neben mächtigen alten Bäumen einmal zerfallene Gebäude. Bis der Dorfverein anrückte und seine Mitglieder die Schippen in die Hand nahmen. „Geplant war, nur die Fläche für den Volleyballplatz zu machen. Ziemlich schnell haben wir dann beschlossen, dass wir auch den Rest des Grundstücks bearbeiten. Heute gibt es neben dem Volleyballfeld auch noch einen Bolzplatz und einen Spielplatz.“ Den hat kürzlich erst die Stadt Pritzwalk mit neuen Spielgeräten ausgerüstet, nachdem die alten Geräte, die noch der Verein angeschafft hatte, morsch geworden waren. „Unsere Kinder haben nun einen schönen Ort zum Spielen“, meint Margit Vogel. „Und vor allem ungefährdet vom Straßenverkehr.“

Neue Spielgeräte auf dem Gelände. Quelle: Claudia Bihler

Zunächst sollte auch die freiwillige Feuerwehr zum Verein gehören, doch die entschied sich, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. „Wir haben uns dann nach der Gründung das Ziel gesetzt, für das gesellschaftliche Leben im Dorf zu sorgen“, meint Margit Vogel. Zu Anfang bekam der Heimatverein noch Unterstützung vom Arbeitsamt, das ABM-Maßnahmen zur Verfügung gestellt hat. Mit deren Hilfe konnten zahlreiche Projekte bewältigt werden. Doch das ist nun schon Jahre her. Auch die Vereinsmitglieder packten regelmäßig kräftig mit an. So bauten sie etwa in Eigenleistung den ehemaligen Dorfkonsum zum Gemeinschaftshaus um. Margit Vogel: „Wir haben die Arbeit übernommen, die Stadt hat die Materialien gestellt.“

Erntefest hat festen Platz im Kalender

Mit in seine Satzung hat der Verein auch die Sanierung der Kirche geschrieben, die inzwischen schon sehr fortgeschritten ist. Dank zahlreicher Veranstaltungen und Ausstellungen konnte der Verein beträchtliche Spendenmittel einwerben. „Aber wir haben noch viel vor in den nächsten Jahren“, so Vogel.

Einbezogen wird die Kirche regelmäßig beim Erntefest wie im September: Nach einer Andacht wird jeweils freitagabends im Kirchhof bei Gegrilltem gefeiert. „Der Hof wird dann mit Fackeln erleuchtet. Das ist immer eine sehr stimmungsvolle Veranstaltung – eigentlich das Dorffest der Steffenshagener, bevor sie am Samstag drauf immer ihre Gäste begrüßen.“

Neben dem Erntefest, das einen festen Platz auf dem Kalender hat, organisierte der Verein noch viele weitere Veranstaltungen, so etwa bis 2006 Familienfeste im Frühjahr, bei denen Herren-, Frauen- und Kindertag kurzerhand zusammengelegt wurden. Während die großen Feste immer für alle zugänglich sind, bleibt ein Termin den Vereinsmitgliedern vorbehalten. Margit Vogel: „Einmal im Jahr sind wir mit allen unseren Mitglieder unterwegs, wie etwa nach Plau, wohin wir eine Fahrradtour mit allen Kindern gemacht haben.“

Von Claudia Bihler

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