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Generationen treffen sich im ehemaligen Kino

Bad Wilsnack Generationen treffen sich im ehemaligen Kino

Einen zentralen Treff für Jung und Alt hat die Stadt Bad Wilsnack. Das Foyer und den Vorführraum des ehemaligen Kinos ließ die Stadt für insgesamt 24 000 Euro zu einem Generationentreff umbauen. In der Küche könnten die Generationen gemeinsam Essen kochen. Jugendliche wie Senioren mussten aus ihrem alten Domizil an der Tankstelle ausziehen.

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Ein Generationentreff ist im ehemaligen Kino an der Havelberger Straße in Bad Wilsnack übergeben worden. Bürgermeister Hans Dieter Spielmann begrüßte Schüler um ihre Betreuerin Ramona Winter und Senioren in den neuen Räumen.

Quelle: Andreas König

Bad Wilsnack. Man muss ein wenig um die Ecke gucken, wenn man den neuen Generationentreff von Bad Wilsnack entdecken will. Er befindet sich an der Giebelwand des Hauses Havelberger Straße 1. Im Inneren befinden sich zwei Haupträume, in denen sich die künftigen Nutzer begegnen, aber auch mal unter sich sein können.

Bad Wilsnack setzt auf Selbstverwaltung

„Zwei Jahre lang habt ihr Jugendlichen für euren Klub gekämpft, jetzt habt ihr einen schönen, modernen Treffpunkt“, sagt Bürgermeister Hans Dieter Spielmann bei der Eröffnung des neuen Treffpunktes. Solche Mehrgenerationenhäuser gibt es mittlerweile vielerorts, doch anders als beispielsweise in Wittenberge, wo die Besucher des Bürgerzentrums von Ansprechpartnern des SOS-Kinderdorfs betreut werden, setzt Bad Wilsnack auf die Selbstverwaltung der Besucher.

Der bisherige Treffpunkt befand sich in einer Baracke

„Dieses Haus soll ein Treffpunkt für Jung und Alt sein“, sagte der Bürgermeister. Genau wie die Jugendlichen waren auch die Senioren zuvor in einer Baracke nahe der Tankstelle untergebracht. Mittlerweile befindet sich in diesen Räumen eine Fahrschule.

„Wir konnten den Jugendklub schon eine Weile nicht mehr nutzen“, sagt Ramona Winter. Die Schulsozialarbeiterin an der Elbtal-Grundschule arbeitet für das SOS-Kinderdorf und betreut derzeit Kinder und Jugendliche aus den Klassen 6 bis 9. „Viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei und wirklich treue Seelen“, lobt sie.

Gebäude vor dem Abriss bewahrt

Die Stadt hat mit dem Umbau des Foyers und des Vorführraums des ehemaligen Kinos nicht nur eine neue Nutzung ermöglicht, sondern das Gebäude vor dem Abriss bewahrt. „Es gab Pläne, auf der freiwerdenden Fläche einen Biergarten zu schaffen“, berichtet Hans Dieter Spielmann. Jetzt verfügt der Treff über einen barrierefreien Zugang nebst ebensolchen Toiletten. Es gibt eine zweckmäßig eingerichtete Küche, einen Billardtisch und einen gemütlichen Klubraum mit einem großen Spiegel an der Wand. „Den haben sich die Kiddies ausdrücklich gewünscht, weil sie tanzen wollen“, sagt Ramona Winter. Gut 24 000 Euro hat der Umbau gekostet, davon 18 000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm.

Größter Vorteil sowohl für jüngere als auch reifere Nutzer ist die zentrale Lage des neuen Treffs. „Das ist eine gute Sache“, freut sich Hilde Sommerfeld. Sie hat noch erlebt, wie hier Filme gezeigt wurden. Jetzt kann man sich mal zum Kartenspielen, Klönen oder Basteln treffen. „Immer freitags ab 18 Uhr gehört der Treff der Jugend“, sagt Ramona Winter. Eine Seniorin, die die Schlüsselgewalt hat, wird noch gesucht.

Von Andreas König

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