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Prignitz Georg Abel will SPD-Kandidat werden
Lokales Prignitz Georg Abel will SPD-Kandidat werden
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02:15 15.11.2015
Bewerber Georg Abel. Quelle: Privat
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Pritzwalk

Bei den in der Gemeinde Groß Pankow regulär fälligen Bürgermeisterwahlen im Jahre 2016 kann es neben dem parteilosen Amtsinhaber Thomas Brandt möglicherweise einen SPD-Kandidaten geben. Wie am Mittwoch bei einer Sitzung des SPD-Ortsvereins Pritzwalk bekannt wurde, möchte der Dömnitzstädter Georg Abel sich bei der Mitgliedervollversammlung der Prignitzer Sozialdemokraten am 25. November im Landgasthaus Liebner als SPD-Kandidat aufstellen lassen. Der Ortsverein befürwortete fast einstimmig die Bewerbung, informierte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Jörg Schilling.

Amtsinhaber Thomas Brand. Quelle: Privat

Der 25-jährige Rettungsassistent Georg Abel absolviert berufsbegleitend ein Bachelor-Studium in der Fachrichtung Betriebswirt. In der Wache Pritzwalk des Rettungsdienstes des Landkreises ist er seit drei Jahren tätig. Ehrenamtlich engagiert er sich im Kreisvorstand des DRK Prignitz und im Katastrophenschutz. Als sachkundiger Einwohner ist er im Ordnungsausschuss der Pritz­walker Stadtverordnetenversammlung aktiv.

„Ich möchte kommunale Verantwortung übernehmen in meiner Heimat, in der ich lebe, dazu zählt auch Groß Pankow“, sagte Georg Abel am Donnerstag am Telefon. Er wolle angesichts der zunehmenden Überalterung in der Bevölkerung, die sich auch in den Gremien zeige, ein Signal setzen und gegen den Trend antreten. Was eine mögliche weitere Kommunalreform, die nicht auf der Tagesordnung stehe, betreffe, sei er grundsätzlich für Gesprächsbereitschaft. „Die Verwaltung darf nicht Selbstzweck sein, man muss den Bürger sehen“, so Georg Abel.

Thomas Brandt wurde im Jahre 2003 nach Bildung der Gemeinde Groß Pankow zum Bürgermeister gewählt. Davor war er zehn Jahre lang Verwaltungschef des Amtes Groß Pankow. Bei den Bürgermeisterwahlen 2008 trat er als Einzelbewerber ohne Gegenkandidaten an. Er bekam rund 77 Prozent der gültigen Stimmen. Seine Amtszeit endet offiziell im August 2016. Der genaue Wahltermin steht noch nicht fest und wird fristgemäß bekannt gegeben werden.

„Dass diesmal jemand als Mitbewerber antreten möchte, ist ein ganz normaler demokratischer Prozess und muss nicht weiter kommentiert werden“, sagte der 52-Jährige, der im Ortsteil Kuhsdorf der Gemeinde Groß Pankow wohnt, am Donnerstag der MAZ. „Ich sehe Gemeindepolitik immer als Teamaufgabe. Höchste Priorität meines Handelns ist, die Selbständigkeit der Gemeinde zu wahren und sie fit zu machen für die Zukunft. Wenn die Gemeindevertreter deutlich machen, dass sie da mitgehen, werde ich auch wieder kandidieren“, so Thomas Brandt.

Von Ulrich Fischer

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