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Geschichten, die das Leben schreibt

Beim Theater „Impro for Two“ rückte am Sonnabend in Pritzwalk das Thema Inklusion in den Vordergrund Geschichten, die das Leben schreibt

Mit Improvisationstheater setzten sie das Thema Inklusion um: Daniela Dörfel und Chady Seubert wagten sich am Sonnabend auf ein schwieriges Terrain. Begleitet wurden sie von Pianist Stephan Ziron.

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Pianist Stephan Ziron gibt dem Publikum Regieanweisungen.

Pritzwalk. Was haben Inklusion und Improvisation gemeinsam? Diese Frage stand am Samstagabend beim Kunstfreundeverein in Pritzwalk buchstäblich im Raum. Denn die beiden Schauspielerinnen Daniela Dörfel und Chady Seubert setzten mit ihrem 90-minütigen Auftritt „Impro for Two“ (Impro für Zwei) das Thema Inklusion anschaulich um. Der Pianist Stephan Ziron begleitete sie musikalisch und setzte mitunter dramatische Akzente.

Daniela Dörfel (l) und Chady Seubert

Daniela Dörfel (l.) und Chady Seubert

Quelle: Ruch

„Bei der Inklusion muss man Ja sagen wie bei der Improvisation – auch wenn die eingeschlagene Richtung nicht immer gefällt“, brachte Chady Seubert die Frage auf den Punkt. Und Stephan Ziron ist sich sicher: „Jeder wird bei beiden Themen mitgenommen.“ Das erlebte auch das handverlesene Publikum. „Der Vorteil von Impro ist, dass das Publikum interaktiv mitwirkt, das ist ein urdemokratisches Prinzip“, so Ziron.

Daniela Dörfel und Chady Seubert beherrschen das Improspiel, als wäre es kinderleicht. Nur ein paar Stichworte aus den Zuschauerreihen genügen und sie tragen eine Rede zur Inklusion vor. Dabei übersetzt Seubert in Gebärdensprache und verausgabt sich mit Mimik und Gestik. Dann breitet sich ein Ehekrach auf der Bühne aus: Die Akteure spielen mit der Maßgabe, jeden Satz nach den Buchstaben des Alphabets zu beginnen. So heißt das Paar dann schnell Anngret und Bernd, bevor sich Chaos und weitere Dinge Luft machen.

Alles beginnt damit, dass Anngret ihre Schürze an diesem Tag einmal anders trägt. Ein Wort gibt das andere, bevor eine Flasche Hochprozentiges ins Spiel kommt. Denn nur unter dem Alkoholpegel kann er noch ihre körperlichen Vorzüge gutheißen.

Seubert und Dörfel entpuppen sich als Wortakrobaten, die scheinbar mühelos in die Szene einsteigen und bis zum dramatischen Höhepunkt führen. Dann legen sie den Schalter um und treten als Politikerin Brett-Schneider und namenlose Beamtin auf. Sie zeigen, wie nur ein Wort eine ganze Szene in eine andere Richtung führt. Erst beginnt jeder Satz mit „Ja aber“ und die Fetzen fliegen zwischen den Frauen, bevor sie dann noch mal die gleiche Szene spielen. Nun beginnt alles mit „Ja und“ und schon fliegen ihre Herzen aufeinander zu.

Von Christamaria Ruch

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