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Geteilte Meinungen über den Poller

Pritzwalk Geteilte Meinungen über den Poller

Fünfte MAZ-Umfrage zur Pritzwalker Bürgermeisterwahl: So viele haben noch bei keiner Frage mitgemacht. 469 Teinehmer taten ihre Meinung zum Poller am Rathaus kund – eine Mehrheit lehnt ihn ab. Ein Viertel der Befragten ist sogar gegen jegliche Poller.

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Seit es die Poller gibt, rast niemand mehr über den Markt.

Quelle: Foto: Atzenroth

Pritzwalk. „Mann, habt Ihr Probleme“, so lautete der einzige Kommentar auf Facebook zum Thema unserer fünften MAZ-Umfrage zur Bürgermeisterwahl, direkt nachdem wir den Link dort eingestellt hatten. Und ganz ehrlich: Man kann diesen Kommentar durchaus nachvollziehen. Denn auch in der Redaktion haben wir gedacht, dass unsere Frage zum Poller vor dem Rathaus doch eher ein Nischenthema ist – und ob es die Bürgermeisterwahl beeinflussen kann, sei auch dahingestellt.

So dachten wir. Aber weit gefehlt: Bei dieser Abstimmung gab es die bislang mit Abstand höchste Beteiligung, und das, obwohl wir die Abstimmung so kurz offen gehalten haben wie bislang keine andere. Sprich: Fast fünfmal so viele Leute kreuzten eine der vier möglichen Antworten zum Poller am Rathaus an, als sich zu der Frage äußerten, ob denn ein Wechsel im Rathaus wünschenswert wäre. Auch das Thema Hainholz und die Frage, ob genug für Ortsteile getan wird, hatten nicht annähernd die Resonanz wie das Poller-Thema – am nächsten kam diesem noch die Beteiligung an der Umfrage zum Rewe-Markt. Auch das Ergebnis selbst hat es in sich. Stand Montag 9 Uhr hat sich eine relativ klare Mehrheit der bis dahin 469 Umfrageteilnehmer gegen den Poller am Rathaus ausgesprochen.

Immerhin 41 Prozent, also 193 Personen, halten den elektronisch versenkbaren Poller zwar für toll und modern. 120 votierten aber sogar gegen jeden Poller – das entspricht 26 Prozent – , 122 ausdrücklich gegen diesen Poller – ebenfalls 26 Prozent. Das allein sind zusammen mehr als die Hälfte aller Abstimmenden. Weitere sieben Prozent oder 33 Personen haben zwar nicht grundsätzlich etwas gegen den Poller, doch hätte ihnen eine billigere Variante gereicht. Eigentlich war unsere Erwartung, dass diese Antwort von mehr Menschen angekreuzt wird, denn immerhin geht es um eine fünfstellige Summe, die die Stadt zusätzlich ausgegeben hat.

Eine Leserzuschrift bezieht sich auch darauf. Der Pritzwalker Bernd Graupner schreibt: „Den Nutzen dieser ,Investition’ kann ich noch nicht erkennen, obwohl ihn der eine oder andere sicher hatte.“ Für Graupner wären Antworten auf die Fragen „Wer darf sich über Beschlüsse der Stadtverordneten so selbstherrlich hinwegsetzen?“ und „Was meinen die Stadtverordneten zu dieser groben Missachtung ihrer Arbeit und den unnötigen Mehraufwand, den ja sicher wieder der Steuerzahler tragen muss?“ aufschlussreicher. Und: „Hoffentlich hat keiner der aktuellen Wahl-Kandidaten eine Aktie daran.“

Dass das Thema wahlentscheidend sein könnte, möchten wir in der Redaktion dennoch nicht glauben. Das Ergebnis, zumal die Beteiligung, zeigt aber, dass es nicht immer die großen und scheinbar wichtigeren Themen sind, die die Menschen mehr bewegen. Am eindrucksvollsten ist, dass ein Viertel der Befragten Poller gänzlich ablehnen – dieser Wert hat sich über das Wochenende auch kaum verändert. Wie schon bei anderen Umfragen, so stieg der Wert der Ja-Antworten am Montagmorgen noch einmal an – Sonntagabend lag die Zustimmung zum Poller noch bei 37 Prozent. Diesmal war aber die Gesamtbeteiligung so hoch, dass das Ergebnis nicht, wie im Fall Rewe-Markt, noch einmal kippen konnte.

Von Bernd Atzenroth

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