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Prignitz Gewerbepark Prignitz bleibt planlos
Lokales Prignitz Gewerbepark Prignitz bleibt planlos
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00:36 22.03.2018
Für die Flächen im Gewerbepark Prignitz bei Falkenhagen und Rapshagen soll es nun keinen Bebauungsplan geben. Die Flächen sidn nur zu etwa einem Drittel ausgelastet. Quelle: Andreas König
Falkenhagen

Für den Gewerbepark Prignitz in Falkenhagen wird es keinen neuen Bebauungsplan geben – zumindest keinen, den der Landkreis und die beiden beteiligten Kommunen, Gerdshagen und Pritzwalk, auf Verdacht aufstellen lassen. Es ist zu teuer. Die Entscheidung beendet gut zweijährige Beratungen zwischen den Beteiligten. Ein kleiner Teil der Flächen kann bei Bedarf dennoch bebaut werden.

Zur Erinnerung: 2016 wurde der Bebauungsplan für den Gewerbepark, nach dem seit Mitte der 1990er Jahre verfahren wurde, für unwirksam erklärt. Grund war ein Verfahrensfehler. Das Land hatte damals einer Übertragung der Planungshoheit von den Kommunen Falkenhagen und Gerdshagen auf den Kreis zwar zugestimmt, die dazugehörige Rechtsverordnung aber nie veröffentlicht.

B-Plan ist aus Sicht der Fachleute nicht nötig

Bis Ende 2017 diskutierten Kreis und Kommunen noch darüber, wie und bis wann ein neuer Bebauungsplan für das gut 370 Hektar große Areal auf den Weg gebracht werden könnte (die MAZ berichtete). Das ist nun alles vom Tisch.

„Es gab einen Termin mit dem Landkreis und den beteiligten Kommunen, da ist das Gutachten dazu vorgestellt worden“, berichtete Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann, der die Gemeinde Gerdshagen vertritt. Laut Dietmar Sachs, Leiter des Amtes für Infrastruktur, Stadtentwicklung, Bildung, Kultur und Soziales in der Stadt Pritzwalk, sei dabei auch über die Notwendigkeit eines neuen Planes diskutiert worden. „Die gibt es aus unserer Sicht nicht.“

Investoren können projektbezogen planen

Zwar gilt nun das gesamte Gebiet als Außenbereich, darf also nicht einfach bebaut werden. Über den Paragrafen 34 im Baugesetzbuch können Flächen zwischen bereits vorhandenen Gebäuden aber bebaut und Lücken geschlossen werden, so Sachs. „Und wenn ein großer Investor kommt, können wir ja jederzeit einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan machen.“

Laut Habermann sei von vornherein klar gewesen, dass nicht das komplette Gebiet neu beplant werden kann. „Das bedeutet, dass nun etwa 27 Hektar als potenzielle Entwicklungsflächen zur Verfügung stehen, auf denen kurzfristig gebaut werden kann“, so Habermann. Diese lägen komplett in der Gemarkung Pritzwalk. Von diesen 27 Hektar seien rund acht in Privatbesitz. Somit stünden noch etwa 19 Hektar frei zur Verfügung.

Gewerbepark ist einer der größten Deutschlands

Amtsdirektor Habermann hat inzwischen mit den Gemeindevertretern von Gerdshagen über das Ergebnis gesprochen. Sie wollen kein Geld in einen vorsorglichen B-Plan stecken, sagte er. Die Planungshoheit liegt beim Kreis, nachdem die Kommunen vor eineinhalb Jahren entsprechende Beschlüsse neu gefasst hatten.

Nachdem die Gemeinden informiert waren, hatten Mitte Februar das Berliner Planungsbüro Jahn, Mack und Partner sowie das Büro Hemeier ihr Gutachten „Grundlagenermittlung Kostenschätzung für den Bebauungsplan Gewerbepark Prignitz“ im kreislichen Bau- und Wirtschaftsausschuss vorgestellt.

Der Gewerbepark Prignitz gilt als einer der größten in Deutschland. Von den 374 Hektar Fläche sind knapp 240 nutzbar, wovon wiederum 155 Hektar verfügbar sind. Vermarktet sind knapp 83 Hektar, das sind rund 35 Prozent. Tatsächlich genutzt werden 66,5 Hektar der Flächen.

Von Beate Vogel

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