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Prignitz Glänzende Kinderaugen auch bei Erwachsenen
Lokales Prignitz Glänzende Kinderaugen auch bei Erwachsenen
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00:17 28.09.2016
Fahrräder wurden kodiert. Quelle: Britta Scharf
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Pritzwalk

Finn ist zwölf Jahre alt und geht seit einem Jahr regelmäßig zu den Modellbahnfreunden in den Keller des Pritzwalker Bahnhofs. Es macht ihm so viel Spaß, dass er auch seinen Freund Julius schon angesteckt hat, und sie nun gemeinsam gehen. Am Sonnabend waren sie dabei, als die Modellbahnen bestaunt wurden. Zusammen mit der Polizei, die ihr Revier genau über den Miniatureisenbahnen hat, veranstalteten die Modellbahnfreunde einen Tag der offenen Tür. „Die Zusammenarbeit in der Vorbereitung ging genauso reibungslos wie der erfolgreiche Tag selbst“, erzählt Steffen Rösinger vom Verein der Modellbahner. „Bis hin zum Wetter passt einfach alles zusammen“, freut er sich.

Finn (12) ist Modellbahner mit Leib und Seele. Quelle: Britta Scharf

Das Bahnhofsgebäude in seiner Mehrfachnutzung war an diesem Tag voll ausgelastet. In der Wartehalle hatten Modellbahnliebhaber einen Kauf- und Tauschbasar eröffnet. Vom Schienenstück bis zur Dampflockrarität konnten Sammler durch das Sortiment stöbern. Für Eltern war es oft genug schwer, ihre Sprösslinge von den Angeboten weg zu locken. Das galt auch für viele Erwachsene, denn die Modellbahn lockt bekanntlich nicht nur Kinder an. Leuchtende Augen hatten auch die Großen, wenn es hinab in den Keller ging. Die Bahnen tuckern dort durch mehrere Räume, für die Gleise gibt es kleine Wanddurchbrüche. Während die klassische Dampflok auch noch klassisch mit einem Trafo betrieben wird, werden ICE und Co digital durch die Miniaturlandschaft gesteuert. „Das Nonplusultra ist nun die Steuerung mit dem Smartphone“, zeigt Steffen Rösinger auf den Nachwuchs, der scheinbar gerade mit dem Handy spielt. In diesem Fall nutzt Finn sein Handy tatsächlich, um eine Bahn zu steuern. „Das lernt unsere Generation nun von den Jungen“, erzählt Rösinger. Ihm ist wichtig, dass die Jugend gut betreut ist. So treffen sich Donnerstags immer sechs Erwachsene und sechs Kinder, um gemeinsam zu tüfteln und zu spielen. Finn hat mittlerweile sogar zu Hause eine Anlage mit zwei Bahnen. Die alte Anlage von seinem Opa funktionierte nicht mehr richtig, und seine Eltern unterstützen ihn bei der Suche nach einem günstigen Angebot. „Aber es kostet trotzdem alles richtig viel Geld“, ist dem Zwölfjährigen bewusst.

Schaffner in historischer Montur. Quelle: Britta Scharf

In der milden Spätsommersonne lässt derweil Jahja Ahmadi sein Fahrrad von der Polizei kodieren. Er hat es sich gerade von seinem zusammen gesparten Taschengeld gekauft. Da kam die Aktion der Polizei gerade richtig, es durch eine Kodierung vor Diebstahl zu schützen. „Wir würden das gern viel öfter anbieten, aber wir sind in unserem Revier einfach zu gering besetzt um solche Aktionen mehr als zwei mal pro Jahr absichern zu können“, meint Polizist Gerald Jach. Eine Nummer wird in den Rahmen gefräst und bei der Polizei hinterlegt, ein Aufkleber weist potenzielle Diebe darauf hin, dass dieses Fahrrad nun registriert ist.

Einen Blick konnten die Gäste in einen Streifenwagen und all die Utensilien, die darin mitgeführt werden, oder aber in den Wagen der DDR Volkspolizei werfen. Auch das polizeihistorische Museum hatte für die Besucher geöffnet. In der Polizeiwache lagen Helm und Schlagstock zum Glück unbenutzt zur Anschauung, während der Weisse Ring über Präventionsmaßnahmen informierte. Besonders Rentner nutzen diese Möglichkeit häufig, um sich Rat zu holen, wie sie sich im Alter vor Übergriffen schützen können. Aber auch das Thema Cybermobbing und „Mein Körper gehört mir“, dass sich an Kinder und Jugendliche richtet, hat sich der Weisse Ring zur Aufgabe gemacht. Kleine Dixihefte zum Thema konnten sich Kinder kostenlos mitnehmen.

Von Britta Scharf

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