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Prignitz Glänzende Perlenade in Perleberg
Lokales Prignitz Glänzende Perlenade in Perleberg
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00:26 30.09.2015
Sandra Dröge und Gerd Pieper laufen über den roten Teppich. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Schade, einfach schade, dass auch der schönste Geburtstag einmal zu Ende geht. Als die Moderatoren Conny Winter und Volker Stopsack am Samstagabend den Siegtitel in der 20. und letzten Wertungskategorie ankündigten, ging ein lautes, gedehntes Oh durch die Rolandhalle. Nach dreieinhalb Stunden sollte schon Schluss sein, oh nein. Bald darauf standen die 500 Besucher und spendeten begeistert Beifall. „Das hört sich ja sehr nach Zugabe an“, half Stefan Winter, der Musikalische Leiter, den sprachlos Klatschenden auf die Sprünge.

Wenn einer 60 wird, ist das ein Grund zum Feiern; wenn jedoch der Perleberger Spielmannszug 60 wird, dann ist das ein Ereignis und obendrein ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Die vielen deutschen und internationalen Titel weisen die Spielleute als hervorragende Musiker aus. Doch mit ihren Themenkonzerten „ANDERSund manchmalARTIG“ seit 2004 beweisen sie sich auch als Meister ungewöhnlicher Arrangements. So wurde auch am Samstagabend nicht brav vom Blatt abgespielt, sondern die einzelnen Titel in Szene gesetzt.

Angelehnt an Oscar-Verleihung und Berlinale erlebten die Besucher das Jubiläumskonzert als Perlenale. Präsentiert wurden ihnen die „Sahnehäubchen“ aus der 60-jährigen Musikgeschichte des Spielmannszugs, die viel weiter gefächert ist, als die klassische Musik für Spielmannszüge: Film- und Tanzmusik, Pop und Klassik. So fühlten sich die Besucher bei der Musik zum Western „Die glorreichen Sieben“ geradezu in den Fernsehsessel versetzt, klassisch wurde es mit dem Walzer Nummer zwei von Dmitri Schostakowitsch und poppig ging es zu mit dem Hit „Moskau“. Dann wieder zogen die Sieben Zwerge auf, eine „Hörner“-Gruppe nahm vor der Bühne Aufstellung und die beiden Moderatoren boten eine Tanzeinlage.

Spannend wie bei der Oscar-Verleihung ging es bei der Vergabe der Spielmannszug-Oscars zu. Klaus Oertel etwa wurde als „Treuester Freund des Spielmannzugs“ geehrt, dann die größten Unterstützer, die aktivsten Mitglieder. Ja, aber stellvertretend, denn alle 48 Musiker sind Aktive, wie Sandra Dröge, seit 2004 Vorsitzende des Vereins, anmerkt.

Klaus (l.) und Gerd Dröge: Die Ehrung für ihr Lebenswerk nahmen Annett Jura und Conny Winter (r.) vor. Quelle: Michael Beeskow

Eine außergewöhnliche Ehrung in der Kategorie „Lebenswerk“ nahm Bürgermeisterin Annett Jura vor. Die Zwillinge Klaus und Gerd Dröge prägten auf besondere Weise den Spielmannszug, als Ausbilder und Klaus als Vereinsvorsitzender über 33 Jahre. Die beiden 74-Jährigen sind seit 55 Jahren mit dem Spielmannszug „verheiratet“ und damit länger als mit ihren Frauen. Nutzten anfänglich die Flötisten noch Grifftabellen, die Trommler spielten nach Gehör, betraten sie Neuland, in dem sie das Spiel nach Noten einführten.

Der Aufstieg zu einem Spitzenspielmannszug – 1974 gab es den ersten DDR-Meistertitel – ist eng verbunden mit den Pritzwalker Spielleuten und deren Leiter Kurt Becker. Von 1965 bis 1975 bildeten beide Züge eine Spielgemeinschaft. Dass der Perleberger Spielmannszug nach der Wende nicht in der Versenkung verschwand, gehört eben auch zum Lebenswerk von Klaus und Gerd Dröge. Die BSG Empor Perleberg wurde verlassen und ein eigener Verein gegründet. In einer sehr schönen Ausstellung, die Stadtarchivarin Sylvia Pieper gestaltete, konnten sich die Besucher über den Werdegang des Spielmannzugs ein anschauliches Bild machen.

Von Michael Beeskow

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