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Prignitz Gottes Segen für Pritzwalker Nikolaiwächter
Lokales Prignitz Gottes Segen für Pritzwalker Nikolaiwächter
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00:18 29.04.2016
Die Teilnehmer des Abschlussgottesdienstes sahen sich nach dem Gottesdienst in der Pritzwalker Sankt-Nikolai-Kirche um. Quelle: Privat/Peter Duchrau
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Pritzwalk

„In der Weiterbildung hab ich erste einmal gesehen, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit für eine Kirche ist.“ Christel Berndt aus Pritzwalk ist eine von drei Teilnehmern am Pilotprojekt „Gemeinde gemeinsam gestalten – Ehrenamt im ländlichen Raum“. Gemeinsam mit Enrico Jäckel und Carmen Mir nahm sie an Schulungen teil, um ihrer neuen, selbstgewählten Aufgabe gerecht werden zu können. Sie ist eine von mittlerweile 16 ehrenamtlichen „Nikolaiwächtern“. Dieser selbst gewählte Begriff beschreibt die Arbeit der Freiwilligen, die das Wort von der „offenen Kirche“ in Pritzwalk mit Leben erfüllen wollen.

Ab dem 3. Mai wird die Nikolaikirche in Pritz­walk erstmals mit festen Öffnungszeiten Besuchern aller Art offenstehen.

Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer wurde auch bei der evangelischen Landeskirche mit Wohlgefallen wahrgenommen. Nicht zuletzt, um den Freiwilligen den Rücken zu stärken und ihnen Mut sowie Gottes Segen zuzusprechen, kam am Freitag die Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und schlesische Oberlausitz (Ekbo) nach Pritzwalk. Neben den Nikolaiwächtern feierte sie das Abendmahl mit Vertretern der evangelischen Gemeinde Wittenberge, die auf ehrenamtlicher Basis ein Sprachcafé für Flüchtlinge ins Leben gerufen haben sowie der Gemeinde Bad Wilsnack, die das Wort „Willkommenskultur“ im Zusammenhang mit den Pilgern mit Inhalt füllen wollen. Aus Kyritz waren Gemeindeglieder nach Pritzwalk gekommen, die ebenfalls ehrenamtlich eine „offene Kirche“ ermöglichen wollen. In Dreetz schließlich möchten ehrenamtlich Engagierte sich um Demenzkranke kümmern.

Den Einsatz all dieser Ehrenamtlichen könne man gar nicht hoch genug schätzen, bemerkt Heilgard Asmus. „Sie sind Säulen, die Grundlage der Kirche“, so die Generalsuperintendentin. Wie die Gliedmaßen einen menschlichen Körper erst zu einem Ganzen werden lassen, so seien es die ehrenamtlich tätigen Gemeindeglieder, die den großen Körper Kirche mit Leben erfüllen, sagte sie in ihrem Grußwort. „Das war ein treffendes Bild und ein schöner Vergleich, der uns guttat“, sagte Christel Berndt.

Die Nikolaiwächter haben sich in Vorbereitung ihrer neuen Aufgabe Gedanken gemacht. „Was erwartet ein Besucher von der Kirche? Diese Frage haben wir uns gestellt und darauf ganz unterschiedliche Antworten gefunden“, sagte Christel Berndt. Während der eine sich über die bau- und kunsthistorischen Aspekte des Gotteshauses informieren möchte, sehnt sich der andere vielleicht nach Ruhe. „Diesem Gedanken tragen wir mit unserm ’Raum der Stille’ Rechnung“, so Christel Berndt. Aus der Taufkapelle wird für die Dauer der Sommermonate das Gestühl herausgeräumt, so dass ruhe- und einkehrsuchende Gäste dort Stille finden. Es gibt einen Platz, an dem die Bibel liegt, und eine Kinderecke mit einer Kombination aus Tisch und Bank soll es ebenfalls geben. Im Moment sei dieser Platz in der Kirche jedoch nur symbolisch zu sehen, da eine solche Bank noch fehlt.

Vorgesehen ist es, den Kindern Malhefte und Bücher, darunter die Kinderbibel, zur Verfügung zu stellen. „Es gibt auch Leute, die einfach nur beten wollen in der Kirche, und auch dem tragen wir Rechnung“, sagte Christel Berndt.

Zwar klingt die Zahl von 16 ehrenamtlichen Nikolaiwächtern schon ganz ordentlich, „aber wir brauchen weitere Mitstreiter“, sagte Christel Berndt.

Service: Wer ehrenamtlicher Nikolaiwächter werden möchte, kann sich im Gemeindebüro in der Grünstraße 49 melden unter Tel.  03395/30 22 40.

Von Andreas König

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