Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Gräben klaffen beidseits der Straße
Lokales Prignitz Gräben klaffen beidseits der Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:12 02.08.2017
Oliver Schulz (l.) und Hannes Spitzer arbeiten für die Firma Eurovia an der Erneuerung der Straße von Garz nach Hoppenrade mit. Quelle: Andreas König
Garz/Hoppenrade

Wer hier nicht aufpasst, riskiert einen Achsbruch oder Schlimmeres. Gut und gern einen halben Meter geht es links und rechts der noch nicht hergerichteten Fahrbahn in die Tiefe. Die Verbindung zwischen den benachbarten Ortsteilen Garz und Hoppenrade (Gemeinde Plattenburg) ist derzeit unterbrochen. Nur Baufahrzeuge oder die Autos von anderweitig berechtigten Leuten dürfen sie derzeit passieren. Die Gemeinde Plattenburg lässt die Kommunalstraße auf einer Länge von rund zwei Kilometern erneuern. Seit Mitte Juli arbeiten die Bauleute der Firma Eurovia aus Lindow bei Neuruppin an der Straße. „Da sie ja verbreitert wird, mussten zunächst links und rechts der bisherigen Fahrbahn Verbreiterungsgräben gezogen werden“, erläutert der Plattenburger Bauamtsleiter Martin Nagel. Derzeit werden diese Gräben für die Aufnahme von Asphalt vorbereitet.

Arbeiten gehen trotz Starkregens voran

Erst wenn das Bett der neuen Straße auf voller Breite hergestellt ist, kann ein weiterer Asphaltfertiger die Deckschicht aufbringen. „Der starke Regen hat uns schon ein wenig zu schaffen gemacht, aber im Großen und Ganzen ging es“, sagt Polier Christian Spitzer. Während die Verantwortlichen der Gemeinde, des Planungsbüros und des Baubetriebs die Strecke abgehen, kommen Katja Albrecht und Udo Dreusch in Begleitung von Patrick Willer die Straße entlang, um die Pferde für das therapeutische Reiten auf die Weide zu bringen.

Katja Albrecht, Udo Dreusch (r.) und Patrick Willer führen die Pferde die Baustelle entlang zur Weide. Quelle: Andreas König

„Aufpassen müssen wir schon“, sagt Katja Albrecht, „aber die Bauleute nehmen ja Rücksicht.“ Wie auf Kommando stoppt der Bagger einen Moment lang, bis die kleine Gruppe die Straße verlassen hat.

Manche Kraftfahrer ignorieren Durchfahrverbot

Mit einer Breite von 3,50 Metern bis 6 Meter gehört die Ortsverbindung nicht gerade zu den breitesten Straßen. Umso wichtiger ist es, dass die Baufahrzeuge ungestört passieren können. „Wir haben ja eine offizielle Umleitungsstrecke ausgeschildert und es gibt sicher auch den einen oder anderen Schleichweg, aber manche Kraftfahrer halten sich einfach nicht an das Durchfahrverbot“, klagt der Plattenburger Bauamtsleiter Martin Nagel. Gefährliche Situationen seien nicht zu vermeiden, wenn sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten.

Rechts und links der Fahrbahn geht es ziemlich tief in den Graben. Für den Verkehr ist die Ortsverbindung derzeit gesperrt. Quelle: Andreas König

Polizeikontrollen sind wohl unausweichlich

„Wir appellieren daher noch einmal an alle Kraftfahrer, die nach Garz oder Hoppenrade müssen“, sagt Martin Nagel. „Die Straße ist gegenwärtig voll gesperrt. Wer das ignoriert, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung.“ Es habe bereits Gespräche mit der Polizei gegeben, wie man Zuwiderhandlungen vorbeugen könne. „Es wird wohl nicht anders gehen, als dass hier kontrolliert wird“, sagt der Bauamtsleiter. Sollte jemand erwischt werden, wie er unberechtigt die Baustelle befährt, müsse er mit Ordnungsstrafen rechnen. In der Regel werden 75 Euro fällig. „Sollte das Fahrzeug beschädigt werden, muss der Kraftfahrer für die Folgen allein geradestehen, denn die Einfahrt ist ja nun einmal verboten“, stellt Martin Nagel klar.

Rufbus ermöglicht das Fortkommen

Davon abgesehen sei er mit dem Ablauf der Arbeiten äußerst zufrieden. „Wir haben die Bauarbeiten ja bewusst in die Sommerferien gelegt, weil dann der Verkehr von und zu der Christophorusschule des CJD geringer ist“, erklärt Martin Nagel. Um auch nicht motorisierten Bürgern das Fortkommen zu ermöglichen, wurde die Möglichkeit geschaffen, einen Rufbus anzufordern. Im September soll die Straße fertig sein. Die feierliche Übergabe wird später mit einem Dorffest gefeiert.

Von Andreas König

Gleich an drei Kirchen im Pfarrsprengel Putlitz stehen derzeit Baugerüste. Insbesondere in Mansfeld und Triglitz ist die Grundsanierung der Gotteshäuser dringend nötig. Die hat die Putlitzer Nikolaikirche schon hinter sich – jetzt steht hier Teil zwei der Fugensanierung an.

05.08.2017

Elf Umschüler schlossen im Berufsbildungszentrum Prignitz eine zweijährige Ausbildung zum Holzmechaniker ab. Eine andere Gruppe absolvierte eine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker für Mechatronik.

02.08.2017

Es war vorhersehbar: In allen drei Prignitzer Städten wurden mittlerweile massenhaft Plakate der AfD heruntergerissen, ganz massiv jetzt in Wittenberge und Perleberg. Jetzt hat der AfD-Kreisvorsitzende Thomas Schlaffke Anzeige erstattet – das Abreißen der Plakate gilt als Straftat.

02.08.2017