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Groß Pankow und Pritzwalk zufrieden

Nach drei Monaten Zusammenarbeit im Standes- und Meldeamt Groß Pankow und Pritzwalk zufrieden

Wie in einer guten Ehe läuft die Zusammenarbeit im gemeinsamen Einwohnermelde- und Standesamt von Groß Pankow und Pritzwalk. Seit Jahresbeginn werden beide in Regie der Stadt Pritzwalk geführt. Die Bürger haben laut den Bürgermeistern nur Vorteile. Pendler nach Perleberg nutzen etwa Termine in Groß Pankow für den Amtsbesuch.

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Quelle: Andreas König

Groß Pankow. Oftmals bringen Zusammenlegungen weniger positiven Effekte als erwartet. In der Zusammenarbeit der Standes_ und Meldeämter von Groß Pankow und Pritzwalk läuft es hingegen bestens. So jedenfalls lautet das Fazit der Bürgermeister von Groß Pankow, Thomas Brandt, und Pritzwalk, Wolfgang Brockmann. Nach einem knappen Vierteljahr sei nur Positives zu berichten, versicherten die Bürgermeister gestern im Groß Pankower Rathaus.

„Es ist ja nun einmal Tatsache, dass auch die Mitarbeiter des Standesamtes und des Einwohnermeldeamtes älter werden und sich Fehlzeiten infolge von Krankheiten häufen“, sagte Thomas Brandt. Im Amt Putlitz-Berge habe das dazu geführt, dass Eheschließungstermine nicht gehalten werden konnten. „Soweit wollten wir es nicht kommen lassen und haben uns zur Zusammenarbeit entschlossen“, erinnerte das Groß Pankower Gemeindeoberhaupt. Es wäre denkbar gewesen, einen Zweckverband zu gründen, doch habe sich der damit verbundene Aufwand als zu groß erwiesen.

Stattdessen schlossen beide Kommunen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung, wonach die Stadt Pritzwalk das Standesamt und das Meldeamt sowie die dazugehörige Archive übernimmt. „An den Sprechzeiten für die Bürger hat sich nichts geändert“, sagte der Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann.

„Von den Bürgern werden die Dienstleistungen gut angenommen“, berichtete Margitta Gremblewski, Fachgebietsleiterin Standesamt und Meldewesen bei der Stadt Pritzwalk. Anfängliche Befürchtungen, dass die geringfügig unterschiedlichen Systeme nur mit Schwierigkeiten zueinander passen, hätten sich nicht bestätigt. Das neue Modell der Öffnungszeiten für Bürger beider Kommunen in Pritzwalk und in Groß Pankow habe vor allem für Pendler Vorteile. „Wir haben ja eine Reihe von Pritz­walker Bürgern, die in Perleberg arbeiten,. Die nutzen gern das Angebot in Groß Pankow“, sagte Margitta Gremblewski. Umgekehrt könnten die Einwohner der Gemeinde Groß Pankow, die in Pritzwalk und Umgebung arbeiten, das dortige Standesamt und das Meldeamt nutzen. Technisch seien beide Behörden ohnehin gleichwertig asugestattet und über das Landesverwaltungsnetz miteinander verbunden. „Das neue Melderechtsgesetz, das seit vergangenem Jahr gilt, räumt den Bürgern viel weiter reichende Rechte ein, was den Schutz ihrer Daten vor Weitergabe angeht“, erklärte die Leiterin des Standesamtes und des Meldewesens. „Damit werden wir uns wohl in der nächsten Zeit noch sehr viel öfter beschäftigen.“ Überhaupt sei Weiterbildung und Qualifikation das A und O in dem Metier. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Stadt Pritzwalk und die Gemeinde Groß Pankow die Möglichkeit geben, uns regelmäßig an der Akademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf fortzubilden“, sagte Margitta Gremblewski.

Eheschließungen sind in beiden Kommunen nicht nur auf dem Standesamt, sondern auch an Orten möglich, wo das gewünscht wird und die die Voraussetzungen bieten. Das sind unter anderem der Pollo oder jetzt am Wochenende die Kapelle Streckenthin.

Von Andreas König

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