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Prignitz Groß Pankower Bürgermeister gefordert
Lokales Prignitz Groß Pankower Bürgermeister gefordert
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00:18 03.04.2016
Thomas Brandt will Bürgermeister bleiben. Quelle: Privat/Repro: Andreas König
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Groß Pankow

Man sieht Thomas Brandt an, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Der amtierende Groß Pankower Bürgermeister kann dann ganz schön energisch werden. Wenn ihm zum Beispiel ein Berliner etwas davon erzählen will, wie toll es die Dorfbewohner haben. „Jaja, dort sind Kitaplätze kostenlos und wir müssen Beiträge nehmen. Arm, aber sexy, ha“, kann sich der 53-Jährige ereifern. In Groß Pankow regiert der studierte Diplomverwaltungswirt seit fast 24 Jahren. Zunächst als Amtsdirektor, später als Bürgermeister. „Ich denke, wir haben in dieser Zeit vieles für die Gemeinde erreicht“, sagt Thomas Brandt. „Die Infrastruktur zwischen den Dörfern ist inzwischen sehr gut, auch wenn es immer noch manches zu tun gibt. Es existierten erfolgreich arbeitende Kindereinrichtungen, touristische Anziehungspunkte mit dem Pollo, dem Waldlehrpfad und der Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf, dem archäologischen Park in und um Seddin sowie dem Schloss Wolfshagen.

Investitionen trotz knapper Kasse

Doch noch ist die Gemeinde nicht dort angekommen, wo Thomas Brandt sie gerne hätte. „Neben der Kreisgebietsreform steht auch eine Kommunalreform an, und da weiß noch niemand genau, was auf die Kommunen zukommt“, sagt Thomas Brandt. Fest stehe lediglich, dass es bei den jetzigen Fördermöglichkeiten nicht bleiben wird. „Daher ist man als Kommunalpolitiker gut beraten, die Finanzen danach zu planen, was wirklich zur Verfügung steht. Man kann den Euro nicht zweimal ausgeben.“ Die Gemeinde Groß Pankow habe seiner Ansicht nach sehr vorausschauend gehandelt, als sie als eine der ersten in der Prignitz auf die doppische Haushaltsführung umgestellt hat. „Da wurde schnell sichtbar, wie die finanzielle Situation ist. Wir sind zwar als finanziell notleidende Kommune eingestuft worden, aber dieser Status hat uns auch manche Vorteile gebracht“, sagt Thomas Brandt. Inzwischen sei man soweit gekommen, dass notwendige Investitionen getätigt werden können. Wir wollen die Schulen und die Turnhallen energetisch sanieren, die B 189 wird neu gebaut und auch der Bahnhof wird barrierefrei umgestaltet“, sagt Thomas Brandt. Den Bürgerwunsch nach mehr Transparenz möchte er mit Live-Übertragungen von Gemeindevertretersitzungen erfüllen. Die innere Einheit zwischen dem Westprignitzer und dem Pritzwalker Teil der Gemeinde hält er für vollzogen.

Persönliches: Thomas Brandt hat Facharbeiter für chemische Produktion im Zellstoffwerk Wittenberge gelernt, war Genossenschaftsbauer, Sachbearbeiter und Büroleiter des Pritz­walker Landrates, Amtsdirektor und Bürgermeister in Groß Pankow. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.

Von Andreas König

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