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Prignitz Groß Welle wohl bis Mittwoch Sackgasse
Lokales Prignitz Groß Welle wohl bis Mittwoch Sackgasse
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02:16 05.11.2015
Mitarbeiter der Firma Matthäi erneuern im Auftrag des Landesbetriebs für Straßenwesen die B107 in Groß Welle. Quelle: Andreas König
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Groß Welle

Schemenhaft taucht der Vorwegweiser aus der Nebelsuppe auf. Die Bundesstraße 107 ist in Richtung Pritzwalk und in der Gegenrichtung nach Havelberg weiterhin gesperrt. Eigentlich sollten die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn am vergangenen Freitag abgeschlossen sein. Am Montag nun war die Umleitung noch immer in Kraft. Woran liegt es?

Es stimmt, ursprünglich war vorgesehene, die Erneuerung der Straßendecke bis einschließlich 1. November abzuschließen“, sagt Robby Werdermann. Er ist im Landesbetrieb für Straßenwesen in der Niederlassung West in Kyritz der Sachgebietsleiter für Bauüberwachung. „Aber die feuchte Witterung und der Nebel, der sich teilweise erst gegen Mittag auflöste, haben kein höheres Tempo zugelassen.“ Vor allem für das Aufbringen der Binderschicht würden die Bauleute trockene Fahrbahnverhältnisse benötigen. Allerdings sei der Verzug nicht allzu groß, der Sachgebietsleiter gibt sich optimistisch. „Am Dienstag, spätestens am Mittwoch sollte das Gros der Arbeiten geschafft sein.“ Dann könne der Verkehr aus und in Richtung Süden zumindest wieder durch Groß Welle fließen. Bisher soll die offizielle Umleitung über Kyritz erfolgen, wobei viele Kraftfahrer versuchen, auf Schleichwegen etwas von der Strecke abzukürzen. „Aber nun ist das Schlimmste ja bald geschafft“, tröstet der Bauüberwacher. Er machte sich am Montag selbst ein Bild vom Fortgang der Arbeiten. Während die Ortslage Groß Welle nunmehr fertig asphaltiert ist und die Fahrbahn dort bereits mit der Deckschicht versehen wurde, laufen diese Arbeiten auf dem Abschnitt zwischen Groß Welle und der Kreuzung zur Bundesstraße 5 noch.

Zwar ist spätestens ab Mittwoch keine Vollsperrung mehr vonnöten, doch ganz wie gewohnt dürfte der Verkehr trotz der gründlich erneuerten Straße noch nicht fließen. „In den nächsten Tagen bis Ende November kann es immer wieder vorkommen, das Tages- oder Wanderbaustellen eingerichtet werden, um Restarbeiten zu erledigen“, sagt Robby Werdermann. Daher werde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem neuen Abschnitt auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt. „Vor allem der Höhenunterschied zwischen der neuen Fahrbahn und der angrenzenden Bankette macht das erforderlich“, begründet der Sachgebietsleiter. Teilweise geht es bis zu 15 Zentimeter tiefer, sollten Kraftfahrer von der Fahrbahn geraten. Auch die Markierungsarbeiten können sich noch hinziehen.

Von Andreas König

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