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Prignitz Großalarm erwies sich als Übung
Lokales Prignitz Großalarm erwies sich als Übung
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00:21 19.11.2017
Feuerwehrübung auf dem Gelände der Firma Vion bei Quitzow (Stadt Perleberg). Quelle: Bernd Atzenroth
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Quitzow

Gerade brach über Perleberg und seinen Ortsteilen am Mittwoch die Dunkelheit herein, als gleich mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Sirene ausrücken mussten. Sie machten sich auf den Weg zu dem fleischverarbeitenden Unternehmen Vion in der Nähe des Ortsteils Quitzow. „Unklare Rauchentwicklung, eine vermisste Person“, hieß die Einsatzmeldung, mit der die Feuerwehren aus Perleberg um kurz nach halb fünf zu der Firma gerufen wurden. Außerdem wurden die Feuerwehren aus Premslin/Glövzin, Weisen, Breese und Kuhblank mit hinzu gerufen.

Nach und nach kamen Fahrzeuge nicht nur aus Perleberg selbst, sondern auch aus den Ortsteilen zum Ort des vermeintlichen Geschehens und passierten das Eingangstor zum Firmengelände.

Fleischtransporte fuhren weiter

Doch wer an jenem Eingangstor wartete, sah weder Feuer, noch nahm er Brandgeruch wahr – rund um das Firmengelände verschluckte die Mischung aus Dunkelheit, Wolken und leichtem Nebel an diesem Abend jegliches andere Licht außer der Beleuchtung des Betriebsgeländes. Merkwürdig auch, dass die Fleischtransporte zu Vion in großer Frequenz und ununterbrochen auf das Gelände fuhren und an den Feuerwehrfahrzeuge vorbei hineingeleitet wurden. Da beschlich den außenstehenden Betrachter schon die Ahnung, die dann zur Gewissheit wurde: Denn bei der ganzen Aktion handelte es sich glücklicherweise nur um eine große unangekündigte Alarmübung, an der alle Ortswehren der Stadt Perleberg teilnahmen.

Niemand war vorher informiert

Was genau Inhalt dieser Übung war und was sich auf dem Firmengelände dabei abspielte, wurde am Donnerstag nicht bekannt. Perlebergs Stadtwehrführer Thomas Gäde bestätigte auf Anfrage der MAZ lediglich, dass das Unternehmen Vion selbst die Initiative für die Feuerwehrübung ergriffen hatte. Thomas Gäde: „Wir waren mit allen Feuerwehren der Stadt Perleberg im Einsatz.“ Weitere Infos rund um die Einsatzübung soll es am Freitag geben.

Im Gegensatz zu manch anderen Großübungen waren die Perleberger Brandschützer aus Stadt und Ortsteilen in keiner Weise darüber im Vorab informiert worden, dass es sich wirklich um eine Übung handelte. Das bestätigte auf MAZ-Anfrage der Perleberger Ortswehrführer Christoph Böhrnsen. „Ich wusste davon auch nichts“, betonte er. Vier Fahrzeuge der Perleberger Wehren hatten an der etwa dreistündigen Übung teilgenommen, bei der sie – soweit ließ es Böhrnsen verlauten – ihr Zusammenspiel probten.

Von Bernd Atzenroth

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