Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeschauer

Navigation:
10.000 Euro für Hinweise auf Brandstifter

Großbrand in Kuhsdorf 10.000 Euro für Hinweise auf Brandstifter

Vor einer Woche hat ein Großbrand in einer Futtermittelhalle in Kuhsdorf (Prignitz) einen Millionenschaden verursacht. Ein technischer Defekt wurde mittlerweile ausgeschlossen. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus – und der Agrarbetrieb setzt eine Belohnung von 10.000 Euro aus.

Voriger Artikel
Buntes Programm auf dem Weihnachtsmarkt
Nächster Artikel
Schranke beschädigt und abgehauen

Großbrand Kuhsdorf

Quelle: Feuerwehr Pritzwalk

Groß Pankow. Der Brand vom zweiten Advent hatte verheerende Folgen: Eine 2700 Quadratmeter große Halle in Kuhsdorf (Gemeinde Groß Pankow), in dem Futtermittel, Paletten und Arbeitsmaschinen untergebracht waren, war in der Nacht zum 11. Dezember in Flammen aufgegangen.

Der Agrarbetrieb Hagemann schätzt den Schaden auf weit über eine Million Euro – und setzt nun eine Belohnung von 10.000 Euro für denjenigen aus, der Hinweise zur Aufklärung der Straftat gibt.

Polizei schließt technischen Defekt aus

Denn dass eine Straftat vorliegt, davon ist mittlerweile auch die Kriminalpolizei überzeugt. Kriminaltechniker haben einen technischen Defekt ausgeschlossen. Der Brand ist nach ihren Erkenntnissen außerhalb der Lagerhalle ausgebrochen. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Wie Pressesprecher Toralf Reinhardt am Montagmorgen mitteilte, gab es am Tatort jedoch wenig Spuren, so dass die Ermittler noch keinen konkreten Tatverdacht haben.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Prignitz telefonisch unter 03876-7150 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

259b1bd4-de50-11e7-a15f-f363db308704

Groß Pankow, 11.12.2017: In einer Futtermittelhalle in Kuhsdorf bricht Feuer aus. Die Halle ist nicht zu retten, die Feuerwehren müssen das Feuer kontrolliert abbrennen lassen. Der Schaden geht in die Millionen.

Zur Bildergalerie

Futtermittelhalle nicht mehr zu retten

Doch was war genau passiert? In der Nacht zum 11. Dezember hatte ein Dorfbewohner gegen 3 Uhr bemerkt, dass meterhohe Flammen aus der Futtermittelhalle des Agrarbetriebs Hagemann schlagen, und die Leitstelle alarmiert.

70 Angehörige von Feuerwehren aus Pritzwalk und Groß Pankow rückten aus, um den Brand zu löschen. Doch das gelang wegen der enormen Menge an brennbarem Material nicht. Die Hitze war derart groß, dass ein rund 60 Meter von der brennenden Halle entfernt stehender Lastzug Feuer fing und ausbrannte. Die Feuerwehr ließ das Gebäude nach mehreren erfolglosen Löschversuchen kontrolliert ausbrennen.

Die Firma sprach in einer Mitteilung von einem „herausragenden Einsatz“ der Rettungskräfte und Feuerwehr. „Wir sind froh, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist und auch unsere Tiere den Brand und die Rauchentwicklung unbeschadet überstanden haben“, hieß es weiter. In der 2700 Quadratmeter hohen Halle lagerten laut Besitzer Robert Hagemann mehrere Tonnen Futtermittel, unter anderem für die rund 7200 Schweine, die das Unternehmen mästet. Die Familie und die Mitarbeiter seien erschöpft von den Arbeiten und von dem Schock und gleichzeitig „sehr dankbar für die unzähligen Hilfsangebote“.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg