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Große Gefühle bei der ersten „ImprofeelingNacht“

Improvisationstheater in Hasenwinkel Große Gefühle bei der ersten „ImprofeelingNacht“

In der ersten „Improfeeling-Nacht“ in Hasenwinkel kommen improvisationsbegeisterte Menschen aus der Prignitz zusammen, um gemeinsam Theater zu spielen. Dabei wird jede Szene spontan auf die Bühne gebracht - ohne Manuskript oder Inszenierung. Die Teilnehmer können so dem Alltag entfliehen und ihren Gefühlen freien Lauf lassen.

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Die Teilnehmer mimen eine Band von Altrockern.

Quelle: Fotos (4): Elisabeth Hahn

Hasenwinkel. Wenn man das Stalltheater Hasenwinkel betritt, steigt einem sogleich ein modrig-süßer Geruch in die Nase. Zwei Scheinwerfer beleuchten die kleine Bühne, die von einem roten Teppich symbolisiert wird, gesäumt von rustikalen Balken, einem Kamin und dunkelroten Samtvorhängen. An diesem Abend soll in der Scheune die erste „Improfeeling-Nacht“stattfinden. Die Initiatorin Chady Seubert möchte damit einen regelmäßigen Treffpunkt und Austausch für jene bieten, die vom Improvisationstheaterspiel begeistert und jene, die neugierig geworden sind. Jeden ersten Dienstag im Monat soll die „Improfeeling-Nacht“ stattfinden, der vergangene Dienstag gab den Startschuss. Und so wurde die Bühne am Abend Schauplatz für eine Band von Altrockern, verzweifelten Bäckern oder einer Rotkäppchen-Erzählung. Schauspieler waren sowohl Jugendliche als auch Erwachsene aus der Prignitz. Beim Improvisationstheater gibt es weder eine vorgezeichnete Inszenierung noch ein Manuskript. Alle Szenen werden spontan und aus dem Bauch heraus gespielt, die Ideen dafür kommen aus dem Publikum oder vom Schauspieler selbst. Eine echte Herausforderung. Die Schauspielerin Chady Seubert ist dennoch überzeugt von der Idee des Improvisationstheaters. Das Spielen mache die Leute lockerer, es schule die Wahrnehmung und das intuitive Denken. Außerdem lernen die Teilnehmer Vertrauen, Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt: den Mut zu scheitern. „Jeder ist ein Original und jeder kann das!“ Deswegen sei es auch so spannend, sich auf jeden Einzelnen einzulassen. Auch das zeigte dieser Abend – dass die unterschiedlichsten Menschen zusammentreffen. So auch die „Impro-Frösche“ aus der CJD-Wohngruppe in Giesensdorf Sie sind schon erfahrene Improvisationskünstler und traten mit ihrer Gruppe bereits vor Publikum auf. Die 16-jährige Jennifer Gdanitz, Bewohnerin der CJD-Wohngruppe Giesensdorf, bringt ihre Motivation zum Spielen auf den Punkt: „Was innerlich drin ist, das kommt hier raus“. Und ihre Mitbewohnerin Maria-Sarah Birkner fügt hinzu: „Man kann die Wut gut rauslassen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen.“ Für die Oberschullehrerin Kersten Lauterbach, Mitglied der „Impro-Hasen“ aus Hasenwinkel, sei es vor allem eine Gelegenheit, den Kopf frei zu bekommen. „Es bringt einem sehr viel Selbstbewusstsein“, erklärt Judith Selau. Dass das stimmt, davon wird man an diesem Abend allemal Zeuge. Der Applaus und das überschwängliche Lob des Publikums verbreiten eine positive und familiäre Stimmung, die am Sinn des Theaterspielens keinen Zweifel lässt.

Von Elisabeth Hahn

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