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Große Pläne für die Dorfmitte

Triglitz in der Prignitz Große Pläne für die Dorfmitte

Stein für Stein und Balken für Balken wird ein 200 Jahre altes Fachwerkhaus in der Ortsmitte von Triglitz abgerissen, das seit Jahren unbewohnt ist. Das könnte der Beginn für eine Neugestaltung der Dorfmitte sein.

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Das 200 Jahre alte Fachwerkhaus wird von Jugendlichen in seine Einzelteile zerlegt. Es soll andernorts wird aufgebaut werden.

Quelle: Michael Beeskow

Triglitz. Die Gemeindevertreter für Triglitz haben sich viel vorgenommen. Wenn es so kommt, wie sie es sich wünschen, könnte das Dorf in einiger Zeit eine neue Mitte bekommen. „Der Anfang ist jedenfalls gemacht“, sagt Gemeindevertreterin Daniela Sünder. Sie meint damit das Fachwerkhaus in der Lindenstraße 12, dessen Abriss begonnen hat. Das seit Jahren leerstehende Haus hat sich zu einem Schandfleck in der Mitte des Ortes entwickelt. Die Gemeindevertreter interessierten sich zunächst nur für eine Nutzung der hinter dem Haus liegenden Fläche. Schließlich signalisierte der nicht im Ort wohnende Eigentümer Verkaufsbereitschaft.

Der Abriss des Gebäudes sollte in der Gemeindevertretersitzung am Dienstagabend auch ein Thema sein. Denn der Abriss ist ins Stocken geraten. „Bis zum 30. November soll das Haus abgerissen sein“, erklärt Peter Jonel, Bau- und Ordnungsamtsleiter im Amt Putlitz-Berge. Im Moment sieht es allerdings nicht danach aus. Der Grund für die Verzögerung: Das Haus wird nicht einfach zusammengeschoben und der Schutt abgefahren. Da die Bausubstanz noch gut ist, soll das alte Fachwerkhaus an einem anderen Ort in Brandenburg wieder aufgebaut werden. Diese Aufgabe hat die Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg übernommen, die der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Jugendliche aus verschiedenen Ländern arbeiten nach mittelalterlichem Vorbild in diesen Bauhütten zusammen, um alte Bausubstanz zu erhalten. So wird auch das alte Fachwerkhaus in Triglitz Stein für Stein und Balken für Balken abgetragen. Die Frage ist für Peter Jonel jetzt, inwieweit in der Gemeinde Verständnis für die Verzögerung des Abrisses besteht.

Einen größeren Platz für die  Spielgeräte erhofft  sich Daniela Sünder

Einen größeren Platz für die Spielgeräte erhofft sich Daniela Sünder.

Quelle: Michael Beeskow

Die Pläne der Gemeindevertreter gehen aber über die Beseitigung eines Schandflecks in der Ortsmitte hinaus. Wie Daniela Sünder berichtet, stellen sie sich einen schönen Spielplatz vor, der auf dem beräumten Gelände hinter dem abgerissenen Fachwerkhaus entstehen soll. Jetzt stehen die Spielgeräte hinter dem Gemeindehaus an einer Wand entlang aufgereiht. „Diese Geräte wollen wir versetzen und auch einige neue sollen hinzukomen“, beschreibt Daniela Sünder die Überlegung der Gemeindevertreter. Auf diesem neuem Spielplatz können sich dann auch die Mädchen und Jungen aus der Kita „Villa Kunterbunt“ austoben, die sich nur wenige Meter entfernt befindet.

Schöne wäre auch ein Anbau für das Feuerwehrhaus mit Toiletten, einem kleinen Aufenthaltsraum und einem Lagerraum. Denn viele Dinge, die der Gemeinde oder der Feuerwehr gehören, liegen derzeit in Garagen oder in privaten Wohnungen. Das Gelände hinter Gemeindehaus und Feuerwehrhaus könnte insgesamt für sportliche Aktivitäten und festliche Anlässe und aufgewertet werden. Dort, wo noch das Fachwerkhaus steht, sollen Parkplätze entstehen.

„Spruchreif ist das noch nicht“, sagt der Bau- und Ordnungsamtsleiter. Für die Triglitzer ist es aber Zukunftsmusik.

Von Michael Beeskow

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