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Großeinsatz gegen Schädling in der Prignitz

Eichenprozessionsspinner ist immer noch gefährlich Großeinsatz gegen Schädling in der Prignitz

Der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner startet heute in der Prignitz von Neuem. Zunächst werden befallene Baumbestände in und um Pritz­walk, Meyenburg, im Amt Putlitz-Berge und in Groß Pankow mit dem Hubschrauber beflogen. Am Mittwoch geht es vom Boden aus weiter.

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Mit dem Hubschrauber wird der Schädling aus der Luft bekämpft.

Perleberg. Das Prignitzer Gesundheitsamt hat auch für 2016 eine großflächige kombinierte Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft und vom Boden unter Einsatz des Mittels „Dipel ES“ empfohlen. Der Hubschrauber startet am heutigen Dienstag und befliegt die Bereiche Pritzwalk, Amt Meyenburg, Teile des Amtes Putlitz-Berge und der Gemeinde Groß Pankow. Danach geht es weiter in den Raum Lenzersilge. Parallel beginnt ab Mittwoch die Bodenbekämpfung im Raum Wittenberge und Karstädt.

Die Kreisverwaltung, die Kommunen sowie die Landesbetriebe Forst und Straßenwesen haben den Einsatz seit Wochen vorbereitet, beobachten das Schlüpfen der Raupen und den Austrieb der Eichen. Die warmen Temperaturen ließen jetzt die Eichenblätter sprießen, so dass die Bekämpfung beginnen muss. Insgesamt werden eine Fläche von etwa 654 Hektar bekämpft, davon 510 Hektar aus der Luft, der Rest vom Boden aus.

Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören

Dieses Bild soll bald der Vergangenheit angehören.

Quelle: Pascal Ebert

Die gesundheitliche Gefährdung des Menschen durch die Anwendung von „Dipel ES“ wird aus Sicht des Gesundheitsamtes unverändert geringer eingeschätzt als eine Gefährdung durch den Kontakt mit den Brennhaaren der Raupe. Obwohl bislang im Land Brandenburg kein Fall einer gesundheitlichen Beeinträchtigung des Menschen durch Kontakt mit „Dipel ES“ bekannt ist, sollte man vorsichtshalber einen direkten Kontakt mit dem Mittel vermeiden. So sollte während einer Befliegung ein Abstand von 50 Metern zum Einsatzfahrzeug gewahrt werden. In bewohnten Gebieten wird empfohlen, während des Einsatzes einen Aufenthalt im Freien zu vermeiden.

Bislang keine Erkrankung durch „Dipel ES“

Eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen geht von den Härchen der Raupen aus. Die „Brennhaare“ der Eichenprozessionsspinner enthalten ein Nesselgift, das durch Haut- oder Atemwegskontakt (Berührung oder Einatmen der Haare) für den Menschen sehr unangenehm werden kann. Möglich sind Hautekzeme oder stärkere allergische Reaktionen (Nesselsucht), behandlungspflichtige Bindehautentzündungen, Atemprobleme und bei entsprechender Vorbelastung auch Asthmaanfälle oder im Extremfall ein allergischer Schock. Auch wenn im Land Brandenburg bisher keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit Todesfolge bekannt wurden, ist bei entsprechender Vorbelastung ein solcher Ausgang aus medizinischer Sicht nicht gänzlich auszuschließen.

Ein Kontakt von Haut oder Schleimhaut des Menschen mit den Haaren der Raupe ist in besonders betroffenen Gebieten kaum vermeidbar. Die Brennhaare halten sich in unmittelbarer Nähe der Raupennester für lange Zeit, zum Teil mehrere Jahre. Sie können durch den Wind auch in weiter entfernte Gebiete getragen werden.

Service: Fragen zum Thema beantwortet Jan Waldmann vom Gesundheitsamt des Landkreises Prignitz, Tel.  03876/71 35 04.

Von MAZonline

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