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Prignitz Großer Andrang beim Prignitzer Karrieretag
Lokales Prignitz Großer Andrang beim Prignitzer Karrieretag
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00:17 17.02.2016
Die Schülerinnen Marlene Windhöfer und Luisa Nafe (r.) verkauften selbst gebackene Tapas. Quelle: Jens Wegner
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Wittenberge

Großer Bahnhof am Sonnabend im Oberstufen­zentrum Prignitz (OSZ) in Wittenberge: Schon zu Beginn des zweiten Prignitzer Karrieretags für Ausbildung und Beruf, der gleichzeitig als Tag der offenen Tür am OSZ genutzt wurde, war der Andrang der Besucher groß. Jugendliche und ausbildungsinteressierte Erwachsene nutzten die Chance und traten in Kontakt mit den Arbeitgebern, die ihre Angebote vorstellten.

„Die 50 Aussteller bieten heute insgesamt rund 60 Berufe an”, sagte Landrat Torsten Uhe zur Eröffnung. Danach besuchte er zusammen mit der ersten Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, Bärbel Röhncke, und dem Schulleiter des OSZ, Jan Meyerhoff, die Stände der Unternehmen.

Landrat Torsten Uhe (2.v.l.), OSZ-Schulleiter Jan Meyerhoff (M.) und die IHK-Potsdam-Vizepräsidentin Bärbel Röhncke besuchten die Stände. Quelle: Jens Wegner

Seit sieben Jahren ist die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Prignitz Ausbildungsbetrieb und bildet Lehrlinge zu staatlich anerkannten Altenpflegern aus. „Wahrscheinlich ab 2018 wird es den neuen Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann geben. Es ist eine Kombination von Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderkrankenpfleger und soll das Image des Berufs aufwerten”, informierte Kerstin Meierholz, Pflegedienstleiterin des Awo-Seniorenpflegezentrums am Clara-Zetkin-Park in Wittenberge. „Wir sind beruflich sehr breit gefächert aufgestellt und haben Kooperationen mit vielen Schulen wie dem OSZ und den Oberschulen in Perleberg und Wittenberge. Wir bieten Berufspraktika an, in denen sich Interessenten ein Bild über die Arbeit bei uns machen können”, ergänzte Beate Mundt.

Auch das OSZ stellte sich beim Karrieretag vor. Besucher erhielten viele Informationen zu den verschiedenen Bildungswegen – wie etwa dem Beruflichen Gymnasium oder der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung. Während eines Rundgangs konnten die Unterrichtsräume besichtigt und Einblicke in den Lehrstoff gewonnen werden. Teilnehmer des Spanisch-Kurses der zwölften Klasse boten selbst gebackene Tapas zum Kauf an. „Damit wollen wir zeigen, dass wir im Unterricht nicht nur die Sprache erlernen, sondern auch die Kultur kennen lernen, wozu auch landestypische Gerichte ­gehören”, sagten die Schülerinnen Marlene Windhöfer und Luisa Nafe.

Ein Projekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Verknüpfung mit einem Jugendgesellschaftsprojekt stellte die Potsdamer Künstlerin Simone Ahrend vor. Am Beispiel des Apfels wurde untersucht, welche Chancen seine Produktion unter ökologischen und sozialen und nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bietet. Nebenbei fanden die Schüler heraus, dass der Apfel quasi ein Flüchtling ist. Er stammt ursprünglich aus Zentral- und Westasien.

Farhad Jaffari und Simone Ahrend (v.l.) bei der Präsentation ihres Bildungsprojektes für nachhaltige Entwicklung. Quelle: Jens Wegner

Zu den zahlreichen Besuchern des Karrieretags zählte Kevin Hocke. Der Zehntklässler erkundigte sich nach Ausbildungsmöglichkeiten. Sein Berufswunsch geht in Richtung Technik. Fündig wurde er am Stand der Fahrzeuginstandhaltung der Deutschen Bahn in Wittenberge. Diese bietet Ausbildungsplätze zum Elektroniker an.

Dass sie einen medizinischen Beruf erlernen möchte, dessen ist sich Emmy Strzempek aus der 10. Klasse schon ­lange sicher. Am Karrieretag ­wollte sie sich über das Abitur und das Fachabitur informieren. „Vielleicht geht es jetzt aber auch in eine andere Richtung”, meinte sie.

Positiv überrascht zeigte sich Detlef Möhr vom Stahlbau-Unternehmen Schorisch Magis aus Karstädt. „Dieses Jahr führten wir mehr Gespräche als im vergangenen Jahr. Die künftigen Schulabgänger haben sich gezielt über das Spektrum der Ausbildungsberufe im Unternehmen informiert. Die Gespräche waren sehr erfolgreich und vielversprechend”, resümierte er.

„Wir hatten mehr Besucher als im vorigen Jahr”, schätzte Marion Talkowski, Leiterin des Regional-Centers Prignitz der IHK-Potsdam. Die Angebote, kostenlos ein Bewerbungsfoto machen zu lassen und die Bewerbungsmappe durchsehen zu lassen, wurde gut angenommen. Betriebsbesuche mit Schülern werden weiterhin von der IHK vorbereitet. Die ­Veranstaltung wurde von der IHK, dem OSZ und der Kreishandwerkerschaft Prignitz organisiert und durchgeführt.

Von Jens Wegner

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