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Großer Bahnhof am neuen Bahnhof

Groß Pankow Großer Bahnhof am neuen Bahnhof

Die Deutsche Bahn und das Land Brandenburg haben die Station in Groß Pankow Station barrierefrei umbauen lassen. Der Bahnhof wurde am Mittwoch offiziell seiner Bestimmung übergeben.

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Bahnhofsmanagerin Aileen Thomas (l.) aus Schwerin erklärte den Besuchern die Vorzüge des umgebauten Bahnhofs Groß Pankow.

Quelle: Andreas König

Groß Pankow. Die neue Bahnsteigkante blendet geradezu, wenn man sie bei Sonnenschein betrachtet. Der Bahnhof in Groß Pankow ist seit Mittwoch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der völlig umgestaltete Bahnhof ist seit kurzem für die Benutzung freigegeben, wie es amtsdeutsch heißt. Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) wollte sich am Mittwoch an Ort und Stelle ein Bild davon machen, ob die rund 740 000 Euro gut angelegt sind. Das Land Brandenburg hat den barrierefreien Umbau zu 15 Prozent gefördert, das übrige Geld kam vom Bund.

Damit verfügt Groß Pankow als wichtiger Knotenpunkt zwischen Straßen- und Schienenverkehr nun über einen modernen Bahnhof. Die Höhe des Bahnsteigs wurde auf 76 Zentimeter angehoben, was Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit oder Eltern mit Kinderwagen einen leichten Zu- und Ausstieg gewährleisten soll. Diese Höhe entspricht exakt der des Zugausstiegs“, sagte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das soll ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglichen. „Allerdings gibt es noch einen Spalt“, warf die Infrastrukturministerin ein. Die Einstiege auch der neuen Eisenbahnwagen stehen bis zu 28 Zentimeter von der Bahnsteigkante ab. Auch wenn es möglich ist, den Abstand auf 21 Zentimeter zu verkürzen, sei es vor allem Rollstuhl- und Rollatorfahrern nicht möglich, ohne fremde Hilfe in den Zug zu gelangen oder diesen zu verlassen.

Gemeinde will weiterhin Park and Ride ermöglichen

„Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit der Bahn dafür noch eine Lösung finden“, sagte die Ministerin. Zwar verfüge das Zugpersonal über eine ausklappbare Rampe, doch koste es erheblich Zeit, damit zu hantieren.

Der Groß Pankower Bürgermeister Marco Radloff dankte allen Beteiligten für den gelungenen Umbau. „Das kommt nicht nur allen zugute, die mit der Bahn zur Schule müssen, sondern auch den Pendlern“, sagt er. Die Gemeinde strebe weiterhin an, eine Park- and Ride-Lösung anzubieten, um das Bahnfahren attraktiver zu machen. Die Zahl der so genannten Ein- und Aussteiger liege mit rund 70 bis 80 Personen pro Tag noch weit unter den Erwartungen, hieß es.

Aileen Thomas, Bahnhofsmanagerin aus Schwerin, erklärte den Anwesenden die Wetterschutzhäuschen, die neuen Schilder, die auf die Tatsache hinweisen sollen, das Groß Pankow eine Station an der Linie des Prignitz-Express’ ist und vieles mehr. „Für die Bahnhöfe in der Prignitz ist seit kurzem Schwerin zuständig“, informierte die Managerin. Die Fahrgastinformation, welche die Reisenden über Fahrplanänderungen informiert, werde beispielsweise von Schwerin aus gesteuert. Mit dem Umbau des Bahnhofs hat auch das alte Stellwerk in Groß Pankow ausgedient. Die neue, vollautomatisch gesteuerte Technik befindet sich in einem kleinen Häuschen nahe dem Bahnübergang. In zwei Wochen, versichert Aileen Thomas, würden die letzten Bauzäune verschwinden.

Von Andreas König

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